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Tierfreundlicher Haushalt

Beitrag von unserer Bloggerin Silvia Osterkorn-Lederer

Die Liebe zu Wasser und Gatsch, Haarbüschel und Pfotenabdrücke machen den Haushalt mit Tieren nicht einfacher. Gut das es da viele Tipps und Tricks gibt – Lesen Sie mehr dazu.

Schwarzer Labrador schaut traurig in die Kamera
Das Leben mit Haustieren hat auch eine schmutzige Seite

Geschichten aus dem Alltag mit Hund & Co

Für mich ist es ein absoluter Gewinn, ein Haustier zu haben. Ich liebe Tiere und kann mir eigentlich ein Leben ohne gar nicht vorstellen. Vor Jahren bin ich bereits auf den Hund gekommen. Damals habe ich mir mit meinem ersten Hund Manja einen absoluten Lebenstraum erfüllt. Davor durfte ich mein Leben mit verschiedensten Tieren teilen: Ratten, Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas und Katzen … nicht alle auf einmal versteht sich.

Schokobraunes Fellknäuel

Es war im Jahr 2009 als es endlich so weit war: mein erster eigener Hund zog ein. Nach langer und reiflicher Überlegung, ob es sich zeitlich und finanziell machen lässt, eine gute Idee ist und die richtige Entscheidung – und einer gewissen Überzeugungsarbeit meine Familie betreffend, war der langersehnte Tag dann endlich da! Manja zog ein, ein schokobraunes Fellknäuel. Ein Labrador!

Labradore werden als besonders familienfreundlich und wasserliebend beschrieben, das stimmt! Was mir aber keiner gesagt hatte: Nicht nur Wasser finden sie klasse, sondern vor allem auch Gatsch und Matsch. Sie lieben es in der Erde zu buddeln, sind verfressen Ende nie, haaren quasi ganzjährig, wälzen sich auch gerne mal Stinkendem und so … auch das sind Eigenschaften des Labradors oder zumindest meiner Labi-Dame. Ich denke, wenn jemand, der selbst einen Labrador in der Familie hat, diese Zeilen liest, wird gerade genickt und wissend gelächelt.

Leben mit Labi = Leben mit Haaren

Mit dem neuen Familienmitglied veränderte sich mein Alltag und auch mein Putzverhalten. Labradore haaren gefühlt immer. Da ist man irgendwie mit einem Ganzjahresfellwechsel konfrontiert. Daher war eine meiner ersten Anschaffungen ein geeigneter Staubsauger, der seither täglich im Einsatz ist. Auch bei unserer Ava – sie bereichert jetzt unsere Familie – sind die Haare ein ewiges Thema. Einziger Unterschied: jetzt sind es schwarze Haare statt der braunen.

Aber man sagt ja unter Labi-Eltern nicht Hundehaare, sondern Labiglitzer. Das gehört eben einfach dazu. Seit wir es uns zur täglichen Gewohnheit gemacht haben, dass wir beim abendlichen Kuscheln immer ein paar Minuten bürsten, ist es für unseren Staubsauger ein bisschen einfacher geworden.

Der Staubsauger …

Ava ist der Staubsauger auch sehr vertraut, sie hat keine Geräuschangst und kein Problem mit dem täglichen Staubsaugen. Meine Pflegehündin, die vor ca. 1,5 Jahren bei mir war, hat das „laute Ding“ aber echt gehasst. Sie wartete immer im Garten, während ich gearbeitet habe. Bei Ava kann man rundherum saugen, mal das Ohr und die Beinchen anheben und drunter staubsaugen … sehr lustig.

Schwarzes Powermädel

Tja – und dann gibt’s a natürlich noch so manch andere Flecken, wenn man einen Hund hat…. Ava war kein Welpe mehr als sie einzog, sie war es gewöhnt, ohne mit der Wimper zu zucken auf jede Couch, jeden Sessel und sogar ins Bett zu springen. War gar nicht so leicht ihr das abzugewöhnen, aber mit etwas Konsequenz haben wir das so weit im Griff. Zumindest meistens, weil wenn wir nicht da sind, legt Madame sich manchmal aus Protest kurz auf die Couch. Wie ich das gemerkt habe? An Gatsch-Pfotenabdrücken, weil auf frischer Tat ertappen lässt sie sich nicht, dafür ist sie zu schlau und zu schnell. Sobald sie den Schlüssel im Schloss hört, springt sie runter und liegt dann ganz brav in ihrem Körbchen. Ein Schlingel! Die Gatschabdrücke sollte man am besten einfach trocknen lassen und danach wegsaugen. Sonst massiert man den Schmutz nur in die Couch ein.

Schwarzer Labrador liegt auf einer beigen Decke und döst
Auf der Couch liegen ist zwar nicht erlaubt, aber wenn Frauchen nicht da ist …

Nachdem ich aber jetzt weiß, dass Madame sich doch hin und wieder auf die Couch wagt, werfe ich einfach eine Decke über die Couch, bevor ich Ava ein bisschen allein lasse. Tja, und alle Decken / Teppiche und das Körbchen werden regelmäßig ausgeschüttelt und bei 40 bis 60°C gewaschen (mit Waschmittel ohne Duftstoffe). Im Vorzimmer habe ich immer ein Handtuch griffbereit liegen und eine Schmutzfangmatte, wo Madame (mittlerweile *g*) brav wartet, bis ich mit dem Fell abtrocknen und Pfoten saubermachen fertig bin. Ein genervter Seufzer häufig mal inklusive.

WENN mal ein Malheur passiert (häufig bei Welpen oder älteren Hunden) schimpfe ich nicht groß, sondern putze einfach weg und gebe Enzymreiniger drauf. Enzymreiniger baut organische Rückstände ab, statt sie zu überdecken. Sollte es trotzdem stark riechen, streue ich Natron drauf, lass es einwirken und hole den Staubsauger.

Ein Hoch auf die tägliche Putzroutine

Hundefressnapf wird zur Reinigung unter laufendes Wasser im Waschbecken gehalten
Regelmäßige Reinigung ist wichtig!

Ava‘s Näpfe stehen auf einer abwischbaren Silikonmatte, und ich reinige die Näpfe täglich mit heißem Wasser. So, dass keinerlei Futterreste im Napf bleiben (Beim Labrador eh ein Leichtes – da gibt’s wenig zum Wegwaschen *gg*). Grundsätzlich sind in unserem Haushalt ohnehin seit Jahren so gut wie nur natürliche Hausmittel beim Putzen im Einsatz. Sonst noch ein paar Mittel mit Umweltzertifizierung bzw. aus dem Zoofachhandel (wie eben der Enzymreiniger).  

Wenn sich Ava mal übergeben hat, entferne ich das Grobe, wische mit Küchenrolle den Rest weg  und vermische ein bisschen warmes (kein heißes Wasser verwenden!) Wasser mit Waschsoda. Dann tupfe ich leicht ab, spüle sehr gründlich mit Wasser nach. Wichtig, sparsam verwenden und genau abwaschen, dann trocknen lassen. Denn Waschsoda wirkt alkalisch, wenn man es nicht gut ausspült, könnte es zu Hautreizungen führen! Achtung! Waschsoda ist nicht für alle Textilien geeignet und kann Farben ausbleichen.

Natron hilft, wenn die Hundedecken/Hundesachen ein bisschen müffeln, parfümierte Waschmittel oder Weichspüler verwende ich gar nicht.

Wenn die Liebe Spuren hinterlässt

Und dann wären da noch Sabber- und Speichelflecken … Sind sie frisch, befeuchte ich ein Tuch und tupfe ab, bei eingetrockneten Flecken kommt wieder die Wasser + Natron Mischung zum Einsatz.

Wir hatten auch schon Grasflecken auf Textilien (nicht nur vom Hund *gg*), das klappt ganz gut mit Kernseifen-Wasser-Mischung, diese sanft einreiben und einwirken lassen, danach mit lauwarmem Wasser ausspülen.  

Hin und wieder gibt’s auch Blutflecken, die entfernt werden müssen. Hier versuche ich immer möglichst schnell zu sein, damit sie nicht eintrocknen. Dann mit kaltem Wasser ausspülen bzw. abtupfen. Reiben ist keine gute Idee! Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Weitere Lifehacks und Beschäftigungsideen gibt‘s in meinen anderen Blogbeiträgen ….

Aktualisiert am 08.04.2026