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Stück für Stück wird Plastik entfernt und ersetzt

Beitrag von unserer Bloggerin Silvia Osterkorn-Lederer

Meine Mission: weniger Kunststoff in unserem Badezimmer.

Keramik-Seifenspender und Keramik-Zahnputzbecher mit einer Bambuszahnbürste und 3 Ölfläschchen in einer Keramikschale.
Erste Schritte das Badezimmer plastikfrei zu machen

Die erste Plastikhochburg des Tages: das Badezimmer!

Meine Mission: weniger Kunststoff in unserem Badezimmer. Nach und nach verbanne ich das Plastik … und heute lasse ich euch mal an meinen Erfahrungen teilhaben.

Wenn ich meinen Blick so durchs recht kleine Badezimmer schweifen lasse, bin ich doch ein bisschen stolz auf mich. Vor einigen Jahren waren hier noch viel mehr Plastikflaschen und Zeugs zu sehen. Heute schaut das schon anders aus, obwohl es nach wie vor nicht ohne Plastik geht. Eine Haarbürste aus Holz mit Wildschweinborsten habe ich schon lange, war mal ein Weihnachtsgeschenk … und ich liebe sie.

Auf der Duschablage …

Auf der Ablage in der Dusche liegen 2 feste Stücke, einmal Shampoo und einmal Duschgel. Ich war anfangs sehr skeptisch, ob ich meine Haare mit festem Shampoo ordentlich pflegen kann und musste tatsächlich mehrere Produkte ausprobieren, bevor ich zufrieden war. Das feste Shampoo wird, wie eine Seife, in den Händen aufgeschäumt, in die Haare einmassiert, wirkt kurz ein und wird ausgespült – fertig! Je nach Produkt und Haarlänge kommt man unterschiedlich lange mit einem Stück aus, wichtig ist nur, dass das feste Shampoo gut trocknen kann  … Was ich besonders genial daran finde:  Dass man festes Shampoo ganz einfach auf Reisen mitnehmen kann ohne die Reisetasche unabsichtlich zu shampoonieren. (Ja, das soll vorgekommen sein) Festes Duschgel, auch ein Gamechanger … sieht fast aus wie Seife, die Zusammensetzung ist aber ein wenig anders. Es ist ein bisschen milder als die klassische Handseife und enthält meist waschaktive Substanzen.

Bei Wattestäbchen und auch Wattepads habe ich bereits vor längerer Zeit umgestellt: auf Wattestäbchen mit Papierstiel bzw. auf waschbare Abschminkpads. Diese wandern einfach regelmäßig in die Wäsche und werden wieder verwendet, anstatt nach einmaliger Verwendung im Müll zu landen.

Zahnputzroutine 2.0 – jetzt wird gekaut!

Kürzlich erst umgestellt bzw. anders gestaltet, habe ich die Zahnputzmaterialien. Anstatt der klassischen Zahnpastatube verwende ich jetzt Zahnpastatabletten. Zugegeben hat es mich einiges an Überwindung gekostet, ich hatte irgendwie keinen Plan wie das funktionieren sollte / konnte. Kauen, komplett zerbeißen oder einfach warten, bis sich die kleine Tablette auflöst?

Zur Beruhigung: es ist simpel! Ein bisschen kauen bis Brösel entstehen, die vermischen sich dann mit dem Speichel und ergeben die „Zahnpasta“ – dann wie gewohnt mit der Zahnbürste putzen. Manche ausprobierten Tabletten haben mehr Schaum ergeben, manche weniger (da hatte ich das Gefühl unkontrolliert zu sabbern) … da habe ich einfach einige ausprobiert. Ebenso gibt’s beim Geschmack Unterschiede … jetzt habe ich aber ein Produkt gefunden, das ich mag, sowohl die Konsistenz als auch der Geschmack passen. Die Tabletten sind gut zu dosieren, sind nachhaltig in Glas verpackt, brauchen wenig Platz, schmecken und wie gesagt man gewöhnt sich rasch an die Anwendung. Natürlich sind auch Kariesschutz und Co wichtig – aber auch das können die Tabletten.

Bambus – aber eher für unterwegs …

Bei der Zahnbürste bin ich aktuell „zweigleisig“ unterwegs: auf Reisen habe ich eine leichte, praktische Bambus-Zahnbürste. Auch sie ist nicht komplett plastikfrei, denn die Borsten sind aus Kunststoff. Für zuhause verwende ich nach wie vor meine elektrische Zahnbürste – solange sie funktioniert, tausche ich sie mal definitiv nicht aus. Wenn sie mal den Geist aufgibt, überlege ich weiter.

Tja, auch wenn’s noch nicht komplett plastikfrei ist, mein Badezimmer – ich finde die nachhaltigen Alternativen, die schon im Einsatz sind, absolut praktisch! Step by step zu weniger Kunststoff in meinem Alltag …

Aktualisiert am 29.10.2026