Tipp von unserem Kooperationspartner „Natur im Garten“
Natur statt Plastik im Garten
Auch in unseren Gärten wird viel Plastik verwendet. Der Kunsstoff kann aber leicht durch Alternativen aus Holz, Metall und Naturfasern ersetz werden!
Jedes Jahr werden Unmengen an Kunststoffen in allerlei bunten Farben produziert. Die jährliche Produktion hat sich seit den 1950er-Jahren auf das über 220-Fache gesteigert: auf geschätzt 445 Millionen Tonnen Plastik weltweit.
In wissenschaftlichen Studien wird vermehrt festgestellt, dass sich erschreckend viel Plastik bereits in unseren Böden befindet. Mikroplastik gelangt so in die Pflanzen. Studien zeigen auch, dass dies eine Gefahr für Bodentiere wie Regenwürmer und Insekten ist und das Pflanzenwachstum beeinflusst.
Kunststoffe wirken im Naturgarten wie Fremdkörper
Ein zentraler Weg von Plastik (Nanoplastik: <0,001 mm; Mikroplastik: 0,001–5 mm) in die Umwelt ist Verpackungsabfall. Deshalb ist die Reduktion von Plastik auch im Garten wichtig.
Dauerhafte Gartenprodukte wählen
Viele Gartengegenstände bestehen aus Kunststoff: Zäune, Schnüre, Schläuche oder Werkzeuggriffe. Für fast alles gibt es Alternativen – etwa unlackiertes Metall- und Holzwerkzeug, Sisalschnüre, Tontöpfe oder Rankgitter aus Holz, Draht oder Weiden. Auch selbst gebaute Gerüste aus Naturmaterialien funktionieren hervorragend.
Beispiele für leicht ersetzbare Kunststoffe
- Schnüre: Sisal, Jute, Hanf
- Rankgitter/Pflanzstäbe: Holz, Metall, Weiden, Bambus
- Gießkannen: Metall
- Zäune: Holz, Schilf, Stein
- Hochbeete: Holz, Metall, Ziegel, Betonringe
- Töpfe: Ton, Keramik, Metall, Bambus
- Pflanztöpfe: Papier- oder Naturfaserprodukte
- Mulch: Naturfasern oder mineralische Materialien
- Kulturschutznetze: Baumwollgaze
Mehrweg statt Einweg Verpackungen auch im Garten
Erden und Substrate lassen sich im Kompostwerk lose oder in rückgabefähigen Big-Packs kaufen. Dünger- und Pflanzenschutzverpackungen können durch eigenen Kompost, Pflanzenjauchen oder selbst hergestellte Mittel aus EU‑zugelassenen Grundstoffen ganz vermieden werden. Häufig übernehmen zudem Insekten und Mikroorganismen natürliche Pflanzenschutzfunktionen.
Wasserspeicher und Gewächshäuser
Statt in großen Regentonnen kann Wasser auch in alten Badewannen, Zisternen oder Fässern gespeichert werden. Bei Bewässerungssystemen lohnt zumindest die Wahl hochwertiger Produkte für eine längere Lebensdauer.
Schutzvliese und Kunststofffolien können durch Baumwollgaze oder Anlehngewächshäuser aus länger haltbaren Stegplatten ersetzt werden.
Alternative Materialien
Holz und Metall sind langlebig, stabil und natürlich. Aus Stahl entstehen hochwertige Gartenobjekte. Biokunststoffe werfen dagegen oft Entsorgungsfragen auf.
Fazit:
Wer im Garten aufmerksam nach Alternativen sucht, kann Kunststoffe deutlich reduzieren und so mehr natürliche Vielfalt und Gesundheit fördern – für Boden, Pflanzen, Tiere und uns Menschen.
Aktualisiert am 02.03.2026