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Naturgarten

Gestaltung von Naturspielplatz

Bei der Gestaltung eines naturnahe Spielplatzes, sollten Sie unterschiedliche Bereich schaffen - zum Rumtoben aber auch zum Verstecken.

Naturspielplatz fördert die Kreativität
Naturspielplatz fördert die Kreativität

Planen Sie bei der Gestaltung Ihres Gartens naturnahe Spielbereiche für Kinder ein. Schaffen Sie dabei folgende Bereiche: Mindestens eine große Freifläche sollte für Ballspiele sowie Lauf- und Fangspiele eingeplant werden. Andere Bewegungsarten werden durch eine Schaukel am Baum, Hüpfsteine oder Balancierstämme gefördert.

Verschiedene Zonen am Spielplatz einrichten

Kinder benötigen Ruhezonen, in denen sie sich verstecken und unbeobachtet spielen können. Planen Sie diese z.B. als Bohnentipi oder Hecken ein. Wichtig ist auch ein Bereich für kreatives Gestalten. Ideal sind eine Matschecke mit Sand, Wasser und Naturmaterialien (Holz, Steine, Ziegel).

Ein Bohnentipi zum Verstecken am Naturspielplatz

Ein Tipi ist ein ideales Versteck oder Spielhaus für Kinder im Garten. Bepflanzt mit einjährigen Feuerbohnen kann es auch leicht wieder entfernt werden. Für das Zelt graben Sie 5-7 Holzstangen schräg in den Boden ein und binden die Spitzen mit Spagat oder Jute zusammen. Um dem Zelt Stabilität zu geben, flechten Sie zwischen den Gerüststangen waagrecht Astmaterial ein.

Mitte Mai können Sie das Tipi bepflanzen. Dazu wird der Boden rund um das Zelt aufgelockert und eine ca. 2-3 cm tiefe Rille gezogen. In die Saatrille legen Sie im Abstand von etwa 5 cm je eine Feuerbohne ein und schütten die Rille vorsichtig zu. Gut angießen, dann sprießen nach einer Woche die ersten Keimlinge. Die Feuerbohnen ranken sich um die Holzstangen und hüllen das Tipi in ein rotes Blütenmeer. Die Bohnen können Sie ernten, aber bitte nur gekocht genießen.

Kreativität in der Sand-, Matsch- und Bauzone fördern

Ein Sandspielplatz gehört zur Grundausstattung jedes Kinderspielplatzes. Neben den physikalischen Erfahrungen mit den Elementen Sand und Wasser wird auch die Kreativität durch Bauen und Rollenspiele ausgelebt. Achten Sie bei der Wahl des Sandes auf einen hohen Lehmanteil (ungewaschener Sand), da dieser im Gegensatz zu reinem Quarzsand, modellierbar ist.

Alternativ zu einer Sandkiste heben Sie eine ca. 40 cm tiefe Mulde aus, füllen diese mit Drainage-Schotter und legen ein Vlies darüber, dass Sie seitlich eingraben. Diese Mulde füllen Sie mit Sand und eventuell auch Kies. Achten Sie darauf, dass Schattenspender um den Bereich vorhanden sind. Eine Wasserquelle sollte in der Nähe verfügbar sein. Statten Sie die Bauzone mit großen Schaufeln und Kübeln, aber auch Naturmaterialien oder Bauschutt wie alte Ziegel oder Bretter aus.

Kinderbeete gestalten

Kinder haben heute oft keinen Bezug mehr zur Lebensmittelproduktion, deshalb ist der Garten ein wichtiger Ort, um Ihnen Erfahrungen vom Anbau bis zur Ernte zu vermitteln. Ziehen und pflegen Sie Kräuter- oder Gemüsekulturen in einem eigenen Kinderbeet. Beziehen Sie die Kinder in Ernte und Verarbeitung ein. Bei der Auswahl auf kleinfrüchtige Arten achten, die auch roh gegessen werden können wie Radieschen, Erbsen, Karotten, Cherryparadeiser oder Erdbeeren.

Beerengarten und Naschhecke im Naturspielplatz anlegen

Legen Sie einen Naschgarten mit einer Hecke aus Sträuchern mit essbaren Früchten oder einem Beerenspalier an. Dazu bieten sich Gehölze und Beerensträucher wie Haselnuss, Schwarzer Holunder, Dirndlstrauch, Berberitze, Himbeere, Brombeere, Ribisel oder Stachelbeere an. Die Kinder können die Früchte ernten, kosten und lernen ganz nebenbei den Kreislauf der Natur von der Blüte bis zur reifen Frucht kennen.

Hinweis: Die Beeren des Schwarzen Holunders nicht roh essen, nur gekocht.

Erdhügel als Spielelement bestehen lassen

Erdhaufen haben auf Kinder eine große Anziehungskraft. Sie klettern hinauf, rutschen hinunter, befahren diese mit Fahrzeugen oder rutschen bei Schnee mit Rodeln runter. Falls Sie die Möglichkeit haben, lassen Sie Erdhaufen, die z.B. beim Aushub eines Kellers entstehen, als Kinderspielelement bestehen. Sind die Kinder einmal älter und nicht mehr interessiert, können diese Hügel entfernt werden. Bis dahin spenden sie pure Kinderfreude.

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Tipp von unserem Kooperationspartner „Natur im Garten“



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Aktualisiert am 29.09.2023