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Ich habe jetzt einen Badeofen

Beitrag von unserem Blogger Tino Blondiau

Was ein Badeofen ist, wozu ich ihn verwende und ob es Sinn macht einen Badeofen einzubauen, erfährst du in diesem Beitrag.

Badeofen
Mein kleiner Badeofen

Was ist ein Badeofen?

Ein Badeofen ist ein Boiler, meist mit etwa 80 Liter Fassungsvermögen und mit einem darunterliegenden Brennraum für Holz. Sobald eingeheizt wird, erwärmt sich das Wasser und das Badezimmer.

Meine Großeltern mussten jedes Mal, bevor sie duschen oder baden gegangen sind, vorher einheizen. Eigentlich ziemlich mühsam, denn wer schnell in der Früh in die Dusche springen will, muss vorher Holz holen, einheizen, nachlegen und etwa 30 bis 45 Minuten warten, bis das Wasser warm ist. Heute sind wir gewohnt, dass wir den Hahn aufdrehen und Wasser in der gewünschten Temperatur rauskommt.

Warum stellt man sich heute überhaupt noch einen Badeofen auf?

In meinem Fall war das ganz einfach. Ich habe einen funktionierenden Badeofen von meinen Großeltern und neben dem Bad einen Kamin. Die Vorstellung unabhängig zu sein und an einem kalten Wintertag in der Badewanne zu sitzen, und dem knisternden Feuer zu lauschen hat mir sehr gut gefallen. Darum habe ich beschlossen, den Badeofen wieder zu reaktivieren.

So bin ich vorgegangen

Mit meinem Rauchfangkehrer habe ich zu Beginn abgeklärt, ob ein Einbau möglich ist. Seine Antwort: „Einen Badeofen hat man doch heutzutage nimmer, technisch ist es bei Ihnen aber möglich“.

Die nächste Herausforderung, der ich mich stellen musste war, wie schließe ich den Badeofen richtig an. Die meisten Badeöfen sind drucklos. Das bedeutet, dass sobald sich das Wasser im Boiler ausdehnt, es abgeführt werden muss, sonst zerreißt bzw. explodiert der Badeofen. Ich habe bei meiner Badewanne zwei Armaturen. Einmal kalt und warm von der Wärmepumpe und einen Auslass für den Badeofen. Ich muss also nicht jedes Mal einheizen, wenn ich Baden gehe, aber ich kann, wenn ich will.

Sobald ich einheize, tropft der Überdruck in die Badewanne. Neben dem Badeofen habe ich einen Wasserhahn montiert. Sobald ich den aufdrehe, drückt es das Wasser in den Badeofen. Die Armatur bei der Badewanne ist immer offen, die kann also nicht abgedreht werden, somit ist sichergestellt, dass der Überdruck immer entweichen kann.

Der Vorteil von meinem System ist, dass der Badeofen nicht direkt neben der Wanne stehen muss. Der Nachteil: Ich kann die Temperatur des Badeofens nicht direkt regulieren. Mittlerweile weiß ich, wie heiß der Badeofen sein muss, damit sich ein heißes Vollbad ausgeht. Falls das Wasser doch wärmer oder kälter sein soll, kann ich immer noch mit der anderen Armatur nachregeln.

Würde ich mir wieder einen Badeofen in mein Bad stellen?

Ja definitiv! In meinem Fall hatte ich bereits den Kamin und den Badeofen, somit sind die Kosten relativ überschaubar gewesen. Der Platz ist in meinem Bad auch vorhanden und der Badeofen ist ein außergewöhnliches Accessoire, das gut in ein altes Haus passt. Ich bin sehr glücklich mit meinem Badeofen, denn am besten sind die kalten Wintertage, das Knistern des Feuers und das wohlig warme Bad.