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Lebensmittel

Wie lange sind bunte Ostereier aus dem Supermarkt haltbar?

Bunte Eier tauchen schon lange vor Ostern in den Supermärkten auf. Wie bleiben Sie so lange frisch?

Ein goldenes Ei in Mitten von weißen Eiern in einem Eierkarton
Warum halten industriell gefärbte Ostereier so lange?

Oft sind farbigen Ostereier als „Jauseneier“ sogar das ganz Jahr im Angebot. Sie halten lange, doch wieso ist das so? Wir haben nachgeforscht.

Wie lange sind gekochte Eier haltbar?

Grundsätzlich ist ein Ei nach dem Legen 18 Tage ungekühlt haltbar. Im Kühlschrank bleibt es ca. 28 Tage lang frisch.

Hartgekochte Eier halten ungekühlt etwa 14 Tage. Generell sollten aber selbst gekochte Eier besser im Kühlschrank gelagert werden. Dadurch sind sie maximal 42 Tage genießbar (28 gekühlte Lagerung plus 14 Tage durch das Kochen).

Unser Tipp: Schrecken Sie das Ei nach dem Kochen NICHT kalt ab. Durch den plötzlichen Temperaturunterschied können feine Risse in der Schale entstehen. Hier können Keime und Bakterien eindringen, die das Ei vorzeitig verderben lassen.

Warum sind gekaufte Ostereier so lange haltbar?

Die Haltbarkeit gekochter Eier aus dem Supermarkt muss auf der Verpackung stehen, da es sich um ein verarbeitetes Lebensmittel handelt. Meist sind es 3-4 Monate!

Diese lange Haltbarkeit hat vor allem zwei Gründe:

  1. Die Eier werden nach dem Kochen nicht abgeschreckt, die Schale bleibt unbeschädigt.
  2. Nach dem Färben werden die Eier mit einer schützenden Lackschicht (Schellack oder Carnaubawachs) überzogen. Dadurch werden die Poren in der Schale verschlossen. Es können keine Keime und Bakterien eindringen und keine Feuchtigkeit entweichen.

Mit allen Sinnen testen

Auch wenn auf gefärbten Supermarkteiern eine lange Haltbarkeit angegeben ist, sollten  Sie diese vor dem Verzehr prüfen.

  1. Sehtest: Ist die Schale durch Risse oder Sprünge verletzt, rasch verzehren.
  2. Geruchstest: Sobald das Ei nicht mehr angenehm riecht, oder gar einen Schwefelgeruch verströmt, sofort entsorgen und nicht mehr essen.

Wussten Sie, dass…
ein grünlich oder bläulicher Rand um den Dotter kein Hinweis auf die Frische des Eies ist. Dieser Rand entsteht, wenn das Ei zu lange (über 10 Minuten) gekocht wurde. Das Eisen aus dem Dotter reagiert mit dem Schwefel im Eiweiß und es entsteht Eisensulfid, das gesundheitlich unbedenklich ist.

Warum mit Pflanzen gefärbte Ostereier nachhaltiger sind

Industriell gefärbte Eier, aber auch manche gekauften Eierfarben weisen oft bedenkliche Farbstoffe auf. Sogenannte Azofarben stehen im Verdacht, Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen der Haut auszulösen sowie die Entstehung von Asthma zu begünstigen. Azofarbstoffe stehen weiters im Verdacht, die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern zu beeinträchtigen.

Die folgenden Azofarbstoffe sind als Lebensmittelfarben zugelassen. Sie stehen aber im Verdacht die oben beschriebenen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit zu begünstigen:

  • E 102 (Tartrazin)
  • E 110 (FD&C Yellow Nr. 6 , gelborange S, sunsetgelb FCF; gelborange)
  • E 122 (Azorubin, Carmoisin)
  • E 124 (Cochenillerot A, Ponceau 4R)
  • E 129 (Allurarot)

Kein Azofarbstoff, aber trotzdem ungünstig:

  • E 104 (Chinolingelb)
  • E 127 (Erythrosin)

Achten Sie daher auf die E-Nummern oder den Farbstoff – sie müssen am Produkt angegeben werden.

Es gibt auch unbedenkliche Farben, wie der Greenpeace Marktcheck zeigt.

Am Besten Sie färben die Eier mit Zwiebelschalen, Curcuma, Rote Rübensaft und Co. So können Sie sicher sein, dass keine gesundheitlich bedenklichen Farben verwendet wurden!

Bio-Eier beim Selberfärben bevorzugen

Hier bestimmen Sie selber über die Haltungsformen der Hühner.

Das bedeutet der Zahlencode am Ei:

  1. Die erste Zahl gibt die Haltungsform der Hühner an:
    0 = Bio-Eier
    1 = Freilandhaltung
    2 = Bodenhaltung
    3 = Käfighaltung (seit 2009 in ganz Österreich verboten)
  2. Der Ländercode AT zeigt, dass die Eier aus Österreich kommen.
  3. Die Zahl nach den Ländercode ist die Betriebsnummer des Bauernhofes von dem das Ei stammt. 
  4. Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) auf dem Ei ist freiwillig.

Aktualisiert am 12.03.2026