Tipp von unserem Kooperationspartner „Natur im Garten“
Wasserquellen im Garten –Lebenswichtige Oasen für Tiere
Wasserstellen im Garten sind nicht nur gestalterische Elemente. Egal ob groß oder klein bereichern sie den Naturgarten und locken viele Tiere an.
Mit durchdacht angelegten und gepflegten Wasserquellen schaffen Sie im Garten wertvolle Lebensräume und unterstützen die Artenvielfalt auf einfache, aber sehr wirkungsvolle Weise. Damit wieder mehr Leben in den Garten kommt.
Bauanleitung für eine Wasserquelle als Insektentränke
Eine einfache Insektentränke lässt sich mit wenigen Mitteln selbst gestalten und bietet vielen kleinen Gartenbewohnern eine (überlebens)wichtige Wasserquelle. Dazu arrangieren Sie Steine und Äste in einer flachen Schale, etwa einem Blumentopfuntersetzer oder einer Tonschale, und füllt diese vorsichtig mit Wasser. Als Materialien eignen sich neben Steinen auch Naturmaterialien wie Holzstücke, Rinde oder sogar leere Schneckenhäuser. Wichtig ist, dass Teile der Materialien aus dem Wasser herausragen, damit die Insekten sicheren Halt finden und nicht ertrinken. Zwischenräume und der Rand können dazu noch mit Moos ausgelegt werden. Dieses saugt sich mit Wasser voll und dient ebenfalls als Trinkquelle für Bienen und andere Insekten.
Der richtige Standort der Wasserquelle
Damit die Insektentränke gut angenommen wird, spielt der Standort eine entscheidende Rolle. Ob im Garten oder auf dem Balkon – ideal ist stets ein halbschattiger, warmer und windgeschützter Platz. Besonders effektiv ist es, die Wasserstelle in der Nähe von heimischen, bienenfreundlichen Pflanzen zu platzieren, da diese ohnehin von vielen Insekten besucht werden. So wird die Tränke leichter entdeckt und regelmäßig genutzt.
Pflege und sichere Gestaltung von Wasserstellen
Damit Wasserstellen für Tiere sicher und hygienisch bleiben, ist regelmäßige Pflege unerlässlich. Das Wasser sollte häufig gewechselt und das Gefäß gründlich gereinigt werden. Verunreinigtes Wasser kann Krankheiten übertragen. An heißen Tagen empfiehlt sich ein täglicher Wasserwechsel, bei kühleren Temperaturen genügt meist eine wöchentliche Reinigung.
Wer bereits einen Teich im Garten hat, kann diesen ebenfalls als Wasserquelle nutzen, sollte jedoch auf eine gute Bepflanzung achten, damit Insekten landen können. Steile Uferbereiche entschärfen Sie durch Steine oder einfache Ausstiegshilfen. So können Tiere nicht hineinfallen und ertrinken. Flache Ufer ermöglichen einen sicheren Zugang für verschiedene Tierarten.
Regentonnen hingegen sollten immer abgedeckt werden, da sie sonst zur tödlichen Falle werden! Das verhindert auch die ungewollte Vermehrung von Stechmücken.
Wasser als Lebensgrundlage für Tiere
Wasserstellen im Garten sind weit mehr als bloße Durstlöscher. Honigbienen beispielsweise benötigen Wasser zur Herstellung ihres Futtersaftes, dem sogenannten Gelee Royal, das für die Aufzucht der Brut und die Ernährung der Königin essenziell ist. Wildbienen nutzen Wasser, um ihre Nester zu verschließen, während Hornissen und Wespen es sowohl für den Nestbau als auch zur Kühlung durch Verdunstung einsetzen. Dafür werden wir mit natürlichem Pflanzenschutz und befruchteten Pflanzen belohnt.
Auch größere Tiere profitieren von Wasserstellen
Igel haben nach dem Winterschlaf großen Durst und leiden besonders an heißen Tagen unter Wassermangel. Eichhörnchen benötigen das ganze Jahr über Zugang zu Wasser, und Vögel trinken nicht nur, sondern nutzen Wasserstellen auch zur Gefiederpflege und Abkühlung. Wichtig ist dabei, dass die Tränken gut einsehbar sind, damit die Tiere mögliche Feinde rechtzeitig erkennen können. Zudem werden solche Wasserstellen auch von Amphibien oder Schecken wie dem Tigerschnegel gerne angenommen.
Aktualisiert am 08.06.2026