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Tiere im Garten

Nützlinge im Garten und am Balkon fördern

Durch einige einfache Maßnahmen können Sie Nützlinge einen Lebensraum in Ihrem Garten und Balkon schaffen.

Blumentopf mit Stroh gefüllt hängt an blühendem Obstbaum
Blumentopf mit Stroh gefüllt gibt Ohrwürmern einen ideal Unterschlupf

Viele Tierarten helfen uns im Garten. Vögel und Amphibien fressen lästige Insekten. Die Larven des Glühwürmchens haben Schnecken auf ihrem Speiseplan stehen. Schwebfliegen, Florfliegen und Marienkäfer sind wichtige Blattlausbekämpfer. Durch einige einfache Maßnahmen können Sie diesen Tieren einen Lebensraum in Ihrem Garten schaffen.

Auf durchlässige Zäune achten

Igel sind nachtaktiv und während der Nahrungssuche sehr mobil. Damit diese auch in Ihrem Garten auf Schneckenjagd gehen, sollten die Übergänge zu den Nachbargärten offen sein. Durchgängige Mauern, Sockel oder Maschendrahtzäune behindern den Igel bei seiner Wanderschaft. Zäune nicht eingraben und vom Zaunende ca. 10 Zentimeter zum Boden freilassen.

Tagesverstecke für Ohrwürmer bauen

Ohrwürmer fressen Blattläuse, Spinnmilben und Insekteneier und sind deshalb in Obstkulturen willkommene Gäste. Sie gehen in der Dämmerung und nachts auf Beutezug und ziehen sich am Tag zurück. Bauen Sie ein Tagesversteck, indem Sie Blumentöpfe mit Holzwolle, Stroh, Heu oder Moos befüllen und mit einem engmaschigen Gitter fixieren.

Ab Mitte Mai die Töpfe ein paar Tage verkehrt auf den Boden stellen, damit die Ohrwürmer einwandern können. Anschließend so in die Bäume hängen, dass die Töpfe Stamm oder Äste berühren. Sind die Blattläuse an einem Baum vertilgt, die Töpfe zum nächsten Baum übersiedeln, damit die Ohrwürmer weiter Futter finden.

“Wilde Ecken” im Garten zulassen – fördert Nützlinge!

Ein Garten ist kein aufgeräumtes Wohnzimmer. Nützlinge brauchen Ecken, in denen sie ungestört Unterschlupf finden – im Sommer wie im Winter. Bereiche mit Falllaub, Totholz, Steinen und „wildem Bewuchs“ sind wertvolle Nahrungsquellen für Säugetiere und Vögel, da sich hier viele Insekten verstecken. Abgestorbene Äste, Gräser und Halme liefern wertvolles Baumaterial für Vogelnester.

Nützlinge unter der Erde

In Kompost und Gartenerde sind unzählige kleine und kleinste Helfer aktiv. Regenwürmer, Tausendfüßler, Asseln, Pilze und Bakterien helfen beim Zerkleinern des pflanzlichen Abfalles. So wird aus Biomüll bester organischer Dünger. Damit diese Nützlinge aktiv bleiben müssen sie gut versorgt werden. Achten Sie auf organische Dünger, wie Kompost oder Komposttee, Gründüngung, Mulchmaterialien, Pflanzenextrakte und Gesteinsmehl.

Mulchen ist wichtig, denn eine durchgehende Pflanzendecke bietet optimalen Schutz. Verwenden Sie dazu Rasenschnitt, Laub oder Holzhäcksel. Diese Mulchschicht schützt offene Böden und bietet den Nützlingen Nahrung. So werden auch die oberen Bodenschichten besiedelt.
Tipp: Verzichten Sie aufs Umstechen, um diese Bodenschichten nicht unnötig durcheinander zu bringen.

Unter Sträuchern das Laub für Nützlinge liegen lassen

Laub unter Sträuchern bildet eine natürliche Mulchschicht und dient zahlreichen kleinen und größeren Tieren, wie dem Igel, als Winterquartier. Auch Vögel profitieren davon. Sie finden im Winter unter den Blättern wertvolle tierische Nahrung wie Würmer und Insekten.

Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge anbieten

Belassen Sie kleine Öffnungen in Gartenhütten und Schuppen für Florfliegen oder Marienkäfer als Winterschutz. Auch Hecken, Totholz, Steinhaufen oder hohle Stängel in Wiesen oder Staudenbeeten bieten Insekten ein geeignetes Winterquartier.

Vermeiden Sie deshalb einen radikalen Rückschnitt Ihrer Pflanzen im Herbst. Kompost und Reisighaufen, Altholz und Steinhaufen bieten auch größeren Nützlingen wie Igeln, Spitzmäusen und Erdkröten ein geeignetes Winterquartier.

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Tipps von unserem Kooperationspartner „Natur im Garten“

Aktualisiert am 20.04.2026