Nachhaltige Babyfläschchen
Vor allem die Gesundheit der Kleinen steht im Vordergrund und da lohnt es sich auf qualitativ hochwertige Produkte zu achten.
Beim Kauf von Babyfläschen stehen Eltern vor der Wahl – eine Glasflasche oder doch lieber eine leichtere Kunststoffflasche? Vor allem die Gesundheit der Kleinen steht im Vordergrund und da lohnt es sich auf qualitativ hochwertige Produkte zu achten.
Babyfläschchen aus Kunststoff
Kunststoffflaschen sind leicht, bruchfest und können vom Baby später selbst gehalten werden. Trinkfläschchen mit Griffen erleichtern das selbstständige Trinken. Ein Nachteil ist, dass Kunststoff schnell zerkratzt und sich verfärben kann. Sobald Plastikflaschen Risse und Kratzer zeigen, unbedingt austauschen. In den feinen Kratzern können sich Keime festsetzen.
Kunststofffläschchen sind meist aus Polypropylen (PP). Dieser Kunststoff weist einen leichten Eigengeruch auf und kann sich milchig verfärben. Fläschchen werden auch aus Polyamid (PA) angeboten. PA ist geruchlos, glasklar, aber schwerer abbaubar.
Die Industriechemikalie Bisphenol A (BPA) ist seit 2011 in der EU verboten. Bei aktuellen Tests tauchten Spuren davon trotzdem in Babyfläschchen auf (ÖKO-Test Februar 2026). Vermutlich stammen sie aus der Verpackung, da Papier und Karton vom Verbot ausgenommen sind.
Tipp: Vor der ersten Benutzung sollten die Fläschchen, ganz gleich aus welchem Material, immer ausgewaschen werden. Laboranalysen zeigen, dass BPA-Reste durch Auskochen vor Gebrauch deutlich reduziert werden können.
Babyfläschchen aus Glas
Glasfläschchen sind eine schadstofffreie Alternative zu Kunststoffen. Sie sind dauerhaft hygienisch und nutzen sich kaum ab. Allerdings sind sie schwer und können zerbrechen. Glasfläschchen sollten daher Babys nicht in die Hand gegeben werden, da es bei Bruch zu Verletzungen kommen kann.
Es gibt auch Babyfläschchen aus Glas mit Silikonüberzug. Diese liegen dadurch besser in der Hand und werden vor Bruch geschützt.
Der richtige Sauger fürs Babyfläschchen
Zum Fläschchen benötigt man noch einen passenden Sauger. Dieser kann aus Silikon oder aus Naturkautschuk (Latex) sein. Die Lochgröße des Saugers muss auf das Alter des Babys und die Mahlzeit (z.B. Wasser, Milch oder flüssiger Brei) abgestimmt sein. Die Nahrung bzw. das Getränk soll langsam heraustropfen. Ist das Loch zu groß, wird das Baby zu schnell satt und das zu schnelle Trinken kann zu Blähungen und Bauchschmerzen führen. Aber auch das Trinken aus einem zu kleinen Loch ist für das Baby sehr anstrengend.
Den Sauger regelmäßig auf Schäden überprüfen. Das gilt vor allem für Silikonsauger, die leicht zerbissen werden können. Silikonsauger sollten nach 2-3 Monaten, Latexsauger nach 6-8 Wochen ausgetauscht werden.
Bewahren Sie die Sauger nicht in verschlossenen Behältern auf, da sich darin Keime schnell vermehren können.
Latexsauger – ein bissfestes Naturprodukt
Latex ist ein Naturprodukt. Es ist besonders elastisch sowie reiß- und bissfest. Latex ist bräunlich und kann einen leichten Eigengeschmack haben. Es gibt Kinder, die diese deshalb ablehnen und Latex kann bei empfindlichen Kindern Allergien auslösen. Sauger aus Latex altern schnell und müssen nach 6-8 Wochen oder wenn sie klebrig sind, ausgewechselt werden.
Silikonsauger auf Beschädigungen kontrollieren
Silikonsauger sind frei von Schadstoffen und langlebig, allerdings nicht sehr biss-beständig. Kinder mit Zähnen könnten leicht kleine Stücke aus dem Material herausbeißen und schlucken. Deshalb muss ein Silikonsauger immer auf Beschädigungen kontrolliert werden und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Einige Sauger haben einen Plastikgeschmack. Dieser verschwindet meistens, indem man den Sauger vor dem ersten Gebrauch in Fencheltee auskocht.
Babyflaschen & Sauger reinigen
Babyfläschchen und Sauger sollten Sie nach jeder Mahlzeit reinigen. Entweder im Geschirrspüler mit 65 °C oder per Hand mit einem Schwamm oder Bürste. Beides sollten Sie ausschließlich zur Reinigung der Flaschen für Innen- und Außenreinigung verwenden. Flaschen und Sauger nach dem Reinigen mit heißem Wasser gut spülen und einem sauberen Tuch gut abtrocknen.
Babyflaschen und Sauger sterilisieren
Die Meinungen zum Sterilisieren gehen weit auseinander. Es wird sowohl tägliches wie auch gelegentliches oder gar kein Sterilisieren empfohlen. Eine Methode, um Fläschchen und Co keimfrei zu bekommen, ist das Auskochen in heißem Wasser oder die Dampfsterilisation im Dampfkochtopf bzw. mit einem elektrischen Dampfsterilisator. Fläschchen und Sauger sollten Sie auf alle Fälle vor dem ersten Gebrauch sterilisieren.
Bei Frühchen ist eine Sterilisation von Fläschchen und Sauger natürlich immer notwendig, um eine Infektion zu vermeiden.
Aktualisiert am 13.02.2026