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Kochen & Zubereiten

Instant Nudeln: Ein Trend der Umwelt & Gesundheit belastet

Aufmachen, heißes Wasser dazu, umrühren und fertig ist die schnelle Mahlzeit. Was steckt dahinter und wie werde ich nachhaltig satt ohne Plastikberge zu hinterlassen?

Viele bunte Instant-Ramen-Gerichte in einem Supermarktregal
Instant-Ramengerichte: Schlecht für die Gesundheit und die Umwelt

Muss es schnell gehen, greifen viele zu den günstigen Bechern aus dem Supermarktregal. Im Nu sind die Instant Ramen fertig. Alles, was benötigt wird, ist heißes Wasser.

Das schnellste und billigste Fast Food

Vor allem bei der Jugend kommen die Instant-Nudeln gut an. Billig, schnell zubereitet und schmackhaft dank vieler Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. Außerdem sind auch die Instant-Ramen mit Enten-, Hühner- oder Rindergeschmack vegan, denn der Fleischgeschmack wird ausschließlich durch Aromen erzielt.

So schnell das Fast Food zubereitet ist, so schnell kommt der Hunger aber wieder zurück. Denn die Instant Nudeln enthalten kaum Nährwert dafür Salz, Zucker, Fett und viele künstliche Zusatzstoffe.

Instant-Nudel-Gerichte sind wenig nachhaltig

Die Verpackung dieser Fertiggerichte besteht aus Plastik. Beim Erhitzen können unerwünschte Inhaltsstoffe – Stichwort PFAS; Weichmacher, Mikroplastik – in das Lebensmittel übergehen. Außerdem enthalten viele Produkte Palmöl.

Die AK hat im Jahr 2025 21 Instant-Nudeln Produkte getestet und festgestellt, dass zehn davon Palmöl enthalten. Die Probleme der Palmölproduktion in großen Plantagen mit Rodungen, der Zerstörung wertvoller Lebensräume und Artenverlust ist inzwischen bekannt.

Hauptsächlich wird durch die portionsweise Verpackung aber enorm viel Müll produziert.

Nicht gerade gesund

Instant-Nudeln haben wenige Zutaten, aber eine lange Zutatenliste. Meist bestehen sie nur aus Weizenmehl, Salz, Zucker, Fett (Palmöl) und einer langen Liste an Zusatzstoffen wie Verdickungsmittel, Trennmittel, Konservierungsstoffe, Farbstoffen, Geschmacksverstärker, Füllmaterialien, …

Hochverarbeitete Mahlzeit mit zu viel Salz und Zucker

Instant-Nudeln enthalten bis zu 5 g Salz pro Portion. Diese Salzmenge wird laut WHO als maximale Menge pro Tag empfohlen! Auch der Zuckergehalt von bis zu 9 g pro Becher ist enorm.

Manche verwendeten Zusatzstoffe sind ebenfalls bedenklich:

  • Säureregulator E 451 Triphosphate kann die Calciumaufnahme beeinflussen und den Mineralstoffhaushalt im Körper stören.
  • Antioxidationsmittel E319 steht im Verdacht, das Immunsystem zu beeinträchtigen.

Laut einer koreanischen Studie aus 2018 kann es bei regelmäßigem Konsum zu gesundheitlichen Nachteilen kommen. Vor allem Bluthochdruck, Übergewicht, Fettstoffwechselerkrankungen und erhöhter Blutzucker können bei übermäßigem Verzehr von Instant-Gerichten und hochverarbeiteten Lebensmittel auftreten.

Die Studie zeigt auch, dass der Verzehr dieser Instant-Ware bereits ab zweimal in der Woche bedenklich ist.

Unser Nachhaltigkeitstipp:

Suppe einfach selber machen und in kleineren Mengen einfrieren – so haben Sie immer eine schnelle Mahlzeit bei der Hand.

Aktualisiert am 08.05.2026