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Energie & Heizen

Energie sparen – das Gebot der Stunde

Kennen Sie Ihren Stromverbrauch und den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte? Mit dem Strommessgerät den Energiefressen auf der Spur!

Strommessgerät
Mit einem Strommessgerät können Sie einfach den Stromverbrauch von Geräten messen.

In Zeiten steigender Strom- und Energiekosten ist Energiesparen im Haushalt nicht nur gut für Umwelt- und Klima, sie bringen auch Erleichterung bei der Haushaltsrechnung. Dabei gibt es einige Hebel, wo jede und jeder ansetzen kann. Denn große Investitionen im Haushalt sind oft nicht so einfach oder schnell umzusetzen. 

Energiebuchhaltung daheim hilft beim Energie sparen

Starten Sie Ihr eigenes Stromtagebuch. So verschaffen Sie sich einen Überblick über den Verbrauch in Ihrem Haushalt, können „Stromfresser“ oder defekte Geräte identifizieren und gezielt Strom einsparen.

Strommessgeräte machen Energie sparen sichtbar

Mit einem Energiemessgerät können Sie die Kosten aller Geräte ermitteln, die an der Steckdose angeschlossen sind. Ausnahme sind fix angeschlossene Geräte wie z. B. eine Wärmepumpe oder ein elektrischer Boiler. 
Die Bewertungsgröße für den Stromverbrauch ist eine Kilowattstunde (kWh). Zur Orientierung: Mit einer Kilowattstunde Strom kann ein Fernseher fünf bis sieben Stunden lang betrieben werden. Ein 4-Personen-Haushalt benötigt durchschnittlich 4.400 kWh pro Jahr.
Die im Handel angebotenen Messgeräte unterscheiden sich nur geringfügig, beachten Sie bei der Anschaffung die maximal messbare Leistung. Zur Messung wird das Gerät in eine normale Steckdose eingesteckt. Das Messgerät selbst hat eine Schuko-Steckdose, an welche das zu messende Gerät angeschlossen wird. Gemessen wird nur der Strom, der über das Messgerät fließt.

Was muss ein Strommessgerät können?

Das Gerät misst die elektrische Leistung (Watt), den Energieverbrauch (kWh) und die Energiekosten von elektrischen Haushaltsgeräten in allen Betriebszuständen. Zum Ablesen der Werte wird das Strommessgerät einfach auf die Steckdose gesetzt und das zu messende Gerät (Verbraucher) an der Steckdose des Messgeräts angeschlossen. 

Strommessgeräte können folgende Werte erfassen:

  • Watt [W]: Die momentan verbrauchte elektrische Leistung
  • Ampere [A]: Die im Moment aufgenommene Stromstärke
  • Volt [V]: Die Spannung des Stromnetzes
  • Energie [kWh]: Die in einer bestimmten Zeiteinheit abgegebene Energiemenge
  • Kosten [€]: Wenn die Kosten je kWh programmiert wurden, gibt das Gerät die Kosten während der Messdauer an.

Es gibt auch Messgeräte, die die Maximal- bzw. Minimalwerte (z.B. Watt) anzeigen.

Die wichtigsten Kriterien für den Kauf eines Strommessgerätes sind:

  • Einfache Handhabung/sehr einfache Bedienung
  • Großer Messbereich: Ein großes Spektrum zwischen 0,1/0,2 Watt und 3.680 Watt ist wichtig, um auch die Messung von Stand-By zu erfassen.
  • Hohe Messgenauigkeit: +-0,5 Watt, beim Kauf unbedingt darauf achten!
  • Geringe Eigenleistungsaufnahme: durchschnittlich 2 Watt (Intervall 24 h) Das Gerät verbraucht für die eigene Arbeitsleistung Strom und erhöht dadurch den Stromverbrauch des zu messenden Geräts. 
  • Funktionsumfang: Die Messung und Bereitstellung von Leistung (Watt), Energieverbrauch (kWh) und errechnete Energiekosten (Eingabe Stromtarif möglich) sowie die selbstständige Durchführung der Verbrauchsmessung und Speicherung des Zeitpunktes. Dazu die dauerhafte Speicherung der zuletzt gemessenen Werte für mind. 2 Wochen nach der Trennung vom Netz.
  • Großes Display sowie eine Displaybeleuchtung: Diese ist insofern nützlich, als sie auch an dunkle Stellen – wie hinter einem Gerät oder in einer Ecke – das Ablesen ermöglicht.
  • CE-Kennzeichnung: Durch diese Kennzeichnung müssen die europäischen Richtlinien erfüllt sein.

Beim Anschaffungspreis zwischen ca. 10 Euro und 60 Euro oder mehr ist die Preisspanne abhängig vom Funktionsumfang des Gerätes. Fragen Sie sich daher, wie viele Geräte Sie brauchen. Wollen Sie nur jeweils einzelne Geräte messen, um Stromfresser ausfindig zu machen oder möchten Sie den Verbrauch mehrerer Geräte im Dauergebrauch parallel messen.
Für das einmalige Erfassen des Stromverbrauchs im Haushalt gibt es auch die Möglichkeit sich ein Strommessgerät auszuleihen. 

Weitere nützliche Kriterien:

  • Konnektivität: Einbindung ins WLAN ermöglicht Ablesen der Verbrauchsdaten über PC oder Smartphone. Es gibt auch Geräte mit Steuerung über eine App.
  • Mehrere Anschlüsse sind nützlich: klassischer Steckdosen-Anschluss und zusätzlich USB, Funk, Bluetooth (Datenübertragung auf Smartphone oder PC)
  • Kindersicherung: nicht, weil das Gerät selbst gefährlich ist, sondern damit die Daten von Kindern nicht unabsichtlich verstellt werden können und damit Langzeitmessungen beeinflussen.
  • Zusätzliche Stromversorgung: über Steckdose; Batterie oder Akku sind zur Speicherung der Messwerte und Messeinstellungen am Gerät notwendig. Ein integrierter Akku dient zur Sicherung der aufgezeichneten Verbrauchsdaten gegen Stromausfall.
  • Smarte Geräte: mit Statistik – und Kostenfunktionen, weiteren Berechnungen, Speicherungen, Verbrauchsprognose für die Zukunft

Stiller Stromfresser: Stand-By Energie

Viele Geräte benötigen im scheinbar ausgeschalteten Zustand Strom. Der maximale Verbrauch moderner Geräte sollte im Stand-By Modus nur 0,5 Watt betragen. Das wird durch die EU Ökodesign Richtlinie geregelt.
Im Haushalt kommt es auf die Summe an. Bei vielen kleinen Geräten im Stand-By Betrieb steigt der Energieverbrauch und damit auch die Kosten – Energie sparen geht hier leicht!

So vermeiden Sie Stand-By Verbrauch:

  • Geräte bei Nicht-Verwendung vom Stromnetz trennen.
  • Ausschaltbare Steckerleisten oder Master-Slave Steckerleisten verwenden, dadurch können die Geräte besonders komfortabel vom Netz getrennt werden.
  • Kaufen Sie nur die energieeffizientesten Geräte. Manche Geräte können Ihre gespeicherten Daten verlieren, wenn sie vom Stromnetz getrennt werden. Achten Sie beim Kauf darauf.

Aktualisiert am 27.05.2026