Textilien recyceln
Heute wechselt die Mode so schnell, dass die Kleidungsstücke nicht mehr ausgetragen werden und somit auf dem Müll landen.
Noch bis vor wenigen Jahren waren Textilien wertvolle Güter. Kleidung wurden recycelt: weitergegeben, geflickt und getragen, bis sie nicht mehr verwendbar waren. Altkleider dienten auch als Rohstoff für neue Kleidung, als Material für Innenfutter oder Putztücher.
Heute wechselt die Mode so schnell, dass die Kleidungsstücke nicht mehr ausgetragen werden. Das vielfältige Angebot und die billigen Preise verlocken uns zum Einkaufen und übrig bleibt ein übervoller Kleiderschrank, der in regelmäßigen Abständen ausgeräumt werden muss. Wertvolle Rohstoffe werden so einfach weggeworfen, wenn Kleidung nicht recycelt wird.
Kleidung sorgsam behandeln und lange nutzen
Kaufen Sie nur, was Sie benötigen und wählen Sie Stücke, die Sie gut kombinieren können, zeitlos sind und Sie nicht bei jedem Modetrend wechseln müssen. Pflegen Sie diese Stücke und Sie haben lange Freude daran. Damit trägen Sie zur Ressourcenschonung bei.
Unsere Tipps um Bekleidung lange zu nutzen:
Wenn die Farben verblassen …
Ursachen:
oft minderwertige Farben, Spülung der Stoffe bei der Herstellung nicht ausreichend (Zeitdruck), …..
- Niedrige Waschtemperaturen schonen die Farben.
- Kein Vollwaschmittel für Buntwäsche verwenden – optische Aufheller, die weiße Wäsche so schön leuchten lassen, greifen bunte Farben an.
- Beim Waschen aber auch beim Trocknen (Sonnenlicht bleicht) auf Links drehen, also umdrehen.
Wenn die Form verloren geht …
Ursache: zu leichte und formbare Stoffe, Stretchstoffe, Pausen in der Verarbeitung – zum Entspannen der Fasern – nicht eingehalten, Dampfverfahren (bei Strickwaren) gespart
- Niedrige Waschtemperaturen sind schonender auch für die Form
- Körperenge Kleidung (Stretch) verformt sich schneller – weite Passform wählen
Wenn der Faden verloren geht …
Ursache: Löcher durch schwache Stoffe oder schlechte Nähte, falsche Kombi Stoff und Garn, falsche Fadenspannung
- Bereits beim Einkauf auf die Nähte achten
- Stopfen oder „visible Mending“ – kunstvolle, oft bunte Stitches, um Löcher zu reparieren, Patches auf die Stellen nähen oder kleben
Gegen Knötchen und Kugeln …
Ursache: durch Pilling sehen Kleidungsstücke oft abgetragen au obwohl sie noch ganz in Ordnung sind, zu kurze Fasern oder locker verzwirnte Garne führen dazu, Mischung aus Kunst- und Naturfasern neigt dazu
- Einweg- oder Fusselrasierer zum Abschaben der Knoten
- Kleidung auf links waschen verhindert starke Reibung und schont den Stoff
Second Hand Kleiderangebot nützen
Kaufen Sie Kleidung nicht nur neu, sondern nutzen Sie auch das vielfältige Angebot von Second Hand-Läden. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Geschäften. Von teurer Markenkleidung bis zu hipper Jugendmode und Shops caritativer Organisationen ist für jeden Geschmack und jede Geldbörse etwas dabei.
Gebrauchte Kleidung nicht wegwerfen
Ist Ihre getragene Kleidung noch brauchbar, dann bringen sie diese zur Caritas, Hilfsorganisationen oder 2nd Hand Läden. In manchen bekommen Sie auch noch etwas Geld für Ihre aussortierten Stücke.
Textilien, die nicht mehr tragbar sind, werden über die Sammelstellen noch einer Verwertung zugeführt. Die Stoffe werden entweder als Putztücher für die Industrie verwendet oder als Rohstoff in der Vliesproduktion und Papierindustrie gebraucht.
Ist ein Textilstück sehr stark verschmutzt, verschlissen oder zerrissen sollten Sie es mit dem Restmüll entsorgen.
Ressourcen schonen – Kleidung teilen und tauschen
Die Idee, Dinge gemeinschaftlich zu Nutzen ist nicht neu. Dahinter steckt der Gedanke den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren, die Umwelt zu schonen und Kosten zu sparen. Durch soziale Netzwerke und das Internet werden auch kleine, lokale Initiativen für viele Menschen zugänglich. Sharing-Modelle sind vor allem im Mobilitätsbereich (Carsharing) etabliert.
Mittlerweile gibt es auch einige Tauschbörsen, wo Waren wie Haushaltsgeräte, Kleidung oder Lifestyle-Artikel und Dienstleistungen getauscht werden. Neben dem Tausch von Produkten geht es bei diesen Initiativen auch um den Erfahrungsaustausch und es entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Aktualisiert am 20.04.2026