Soziale Nachhaltigkeit

Foto: Eibetex - Taschen nähen, © P. Nemec, eNu

Was bedeutet soziale Nachhaltigkeit?

Soziale Aspekte spielen, neben ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten, bei der Nachhaltigkeit eine große Rolle. Die soziale Nachhaltigkeit soll eine stabile Gesellschaft ermöglichen, an der alle Mitglieder teilhaben können und die menschliche Würde, sowie Arbeits- und Menschenrechte über Generationen hinaus gewährleisten soll.

Soziale Nachhaltigkeit weltweit

Soziale Nachhaltigkeit zielt auf ein menschenwürdiges Leben ab, d.h. auf die Verteilung gesellschaftlicher Belastungen, auf Rollenverteilung, auf Verteilung von Arbeit / Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und auf Chancengleichheit. Das Thema „Arbeit“ spielt dabei eine zentrale Rolle: die Einhaltung von Arbeitsrechten, Sozialstandards und Gesundheitsschutz der MitarbeiterInnen sind von großer Bedeutung. Ein geregeltes Einkommen sichert die Existenz und ermöglicht die materielle aber auch soziale und kulturelle Teilhabe am Alltagsleben.

Auch in den SDGs (Sustainable Development Goals, nachhaltige Entwicklungsziele) der Vereinten Nationen ist die soziale Nachhaltigkeit verankert. Sie zielen darauf ab, Armut und Hunger überall auf der Welt zu beenden, Ungleichheiten in und zwischen Ländern zu bekämpfen, Menschenrechte für alle zu verwirklichen und Geschlechtergleichstellung und Selbstbestimmung aller Frauen und Mädchen zu erreichen.

Unternehmen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung

In Österreich sind Arbeitsrechte und Sozialstandards glücklicherweise gesetzlich verankert. Unter dem Konzept „Corporate Social Responsibility“ (CSR) schließen aber manche Unternehmen freiwillig noch weitere soziale Faktoren in ihre Unternehmensphilosophie mit ein. Dazu zählen beispielsweise die interne Chancengleichheit von Frauen und Männern (etwa bei der Übernahme von Führungsrollen), die Anzahl der Menschen in einem Ausbildungsverhältnis, Betriebskindergärten oder ein von der Firma organisiertes Mittagessen.

Eine andere Möglichkeit nehmen sozialökonomische Betriebe war, indem sie Arbeitsplätze für Menschen, die auf dem sogenannten „ersten Arbeitsmarkt“ kaum noch Chancen haben, bieten: Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten und Langzeitarbeitslose finden über diese Betriebe wieder zurück in den Beruf und oft auch in den ersten Arbeitsmarkt. Sie können am Wirtschaftsleben teilnehmen und bekommen dadurch Bestätigung, dass auch ihre Arbeitsleistung wertvoll ist.

Soziale Nachhaltigkeit erkennen

Für weltweit gehandelte Produkte ist Fairtrade sicherlich das bekannteste Siegel. Es garantiert Ihnen beispielsweise geregelte Arbeitsbedingungen und ein Verbot von Diskriminierung und ausbeuterischer Kinderarbeit.

Um die soziale Nachhaltigkeit im Inland zu stärken, können Sie auf Unternehmen mit CSR-Zertifizierungen achten und bei sozialökonomischen Betrieben Produkte kaufen oder deren Dienstleistungen (z.B. Grünraumpflege, Reinigung, …) in Anspruch nehmen. Informieren Sie sich vor dem Kauf bei Händler oder ProduzentInnen über deren Bemühungen zur sozialen Nachhaltigkeit. Eine Auflistung von beispielhaften sozialökonomischen Betrieben finden Sie unten in der Linkliste.

Übrigens

Wir achten bei unseren Give aways und Werbeartikeln auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit. So sind diese ausschließlich ökologisch verträglich produziert und werden teilweise in sozialökonomischen Betrieben gefertigt. Die bunten wir-leben-nachhaltig Taschen stammen beispielsweise aus dem Waldviertel – gefertigt von unserem Kooperationspartner Eibetex, aus Reststoffen der Vorhang- und Polstermöbelindustrie.

Links:

wir-leben-nachhaltig.at: Definition Nachhaltigkeit
wir-leben-nachhaltig.at: SDGs – Sustainable Development Goals
respACT: austrian business council for sustainable development
Fairtrade: Fairer Handel
Arbeitplus: Fachbereich Beschäftigung
Bundesdachverband für Soziale Unternehmen (bdv austria)
Eibetex: Einrichtung für berufliche Entwicklung
Emmausgemeinschaft: St. Pölten
Fix und fertig Wien: sozialökonomischer Betrieb
GESA: Gemeinnützige Sanierungs und Beschäftigungs GmbH
Reparatur- und Service-Zentrum: R.U.S.Z
SoPro: Sozial produziert
Unida: Services

Zurück zur Übersicht