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Schuhe

Foto:Schuhe © Gottwald-Hofer - eNu

Es muss nicht immer Leder sein

Die Schuhindustrie ist weltweit der größte Verarbeiter von Leder. Der Großteil des Rindsleders stammt aus Brasilien, wo für die Viehzucht große Regenwaldflächen gerodet werden.

Vegane Schuhe aus Kunstleder und Textilien kommen ohne tierische Bestandteile aus und finden sich mittlerweile in vielen Schuhgeschäften. Sie bestehen meist aus einem textilen Gewebe das mit PVC oder Polyurethan beschichtet wurde. Allerdings können auch Schuhe aus Kunststoff und Textil auf Grund der eingesetzten Kunststoffe, Lösungsmittel, Kleb- und Farbstoffe gesundheits- und umweltbelastend sein.

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Chromgegerbtes Leder vermeiden

Um aus Tierhäuten Leder herzustellen, muss es gegerbt werden. Durch das Gerben wird die Tierhaut haltbar, flexibel und elastisch. Es gibt verschiedene Gerbungsmethoden und -verfahren.

Am häufigsten, da am billigsten, aber ökologisch und gesundheitlich am problematischsten ist die Chromgerbung. 85 % der Tierhäute werden mit Chrom gegerbt, wobei schon die Chromgewinnung zu Umweltschäden führt. Das zur Gerbung eingesetzte dreiwertige Chrom ist zwar harmlos, durch Produktionsfehler kann daraus aber Chrom VI entstehen. Dieses ist krebserregend und allergieauslösend und bedroht daher nicht nur die Menschen bei der Ledergerbung, sondern auch die KonsumentInnen beim Tragen des Leders auf der Haut.

Andere chemische Gerbungsverfahren beruhend auf Aluminium, Zirkonsalzen oder synthetischen Stoffe wie Phenol oder Formaldehyden sind nicht weniger problematisch für die Umwelt und Gesundheit.

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Pflanzlich gegerbte Lederschuhe bevorzugen

Vegitabile oder vegetarische Gerbungsverfahren stehen schon seit der menschlichen Urgeschichte zur Verfügung und finden jetzt wieder häufiger ihre Anwendung. Zur pflanzlichen Gerbung werden vor allem Eiche, Kastanie oder Fichte verwendet.

Pflanzlich gegerbtes Leder wird unter den Bezeichnungen altgegerbtes, lohgegerbtes Leder, pflanzlich gegerbtes oder vegetabil gegerbtes Leder angeführt.

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Faire Schuhe braucht das Land

Schuhe werden, wie die meisten Bekleidungsprodukte, in Entwicklungs- und Schwellenländern oft unter nicht menschenwürdigen Bedingungen gefertigt. Umso wichtiger ist es auf faire und transparente Produktionsbedingungen und angemessene Entlohnung der ArbeiterInnen zu achten.

Auch wenn Schuhe in Europa produziert werden, heißt das nicht, das sie fair produziert werden. In manchen Schuhfabriken in Osteuropa sind Arbeitsbedingungen und Entlohnung oft nicht so gerecht, wie wir glauben. Der Blick auf Gütesiegel und Umweltzeichen lohnt sich.

Gütesiegel wie GOTS und Fairtrade garantieren soziale und umweltgerechte Produktionsbedingungen.

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Ökolabels und Gütesiegel beachten

Im Textil- und vor allem im Schuhbereich haben sich Ökolabels und Gütesiegel noch nicht so stark durchgesetzt wie in anderen Branchen wie z.B. in der Lebensmittelindustrie.

Trotzdem finden sich nachhaltige Schuhe mit entsprechenden Labels im Fachhandel bzw. im Internet. Fragen Sie nach dem GOTS-Siegel, CAD-Siegel, Naturledersiegel, SG-Schadstoffgeprüft, dem Umweltzeichen oder dem Blauen Engel. Je nach Gütesiegel werden rein ökologische oder aber auch zusätzlich soziale Produktionsbedingungen geprüft.

Seit kurzem gibt es in Österreich den ersten mit dem Umweltzeichen ausgezeichneten Schuh.

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Ein nachhaltiger Schuh hat kurze Wege

Im Sinne der Nachhaltigkeit und Klimaschutzes sollten die Schuhe einen möglichst kurzen Transportweg zurücklegen. Schuhe, die in Europa oder in Österreich produziert wurden, weisen eine bessere Ökobilanz auf als Schuhe aus Asien. Außerdem sind die europäischen Umweltauflagen strenger als in den Schwellenländern.

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Ein guter Schuh hält länger als eine Saison

Die Modetrends ändern sich rasch, auch in der Schuhmode. 80 % der Schuhe werden kaum getragen und so landen jährlich 1,5 Tonnen Schuhe auf Europas Müllhalden. Qualitativ hochwertige Schuhe halten bei guter Pflege länger als eine Mode-Saison. Besser ein gutes, bequemes Paar Schuhe kaufen als mehrere trendige „Einwegschuhe“, die die Umwelt und Gesundheit belasten.

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Nachhaltige Schuhe sind ökologisch abbaubar

Materialien wie Latex, Kork und Hanf ermöglichen die industrielle Kompostierbarkeit. Die Firma boombuz fertigt Flip Flops aus rückstandslos recyclierbaren Kunststoffen und Gewebe her. Legero will 2016 den ersten völlig ökologischen Kinderschuh auf den Markt bringen.

Sportmarken wie z.B. Puma und Nike setzen mittlerweile auch auf Recyclingprodukte. Gummisohlen aus Kautschuk und Reishülsen, alten Autoreifen und Fahrradschläuchen sowie Schuhbänder aus PET Flaschen.

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Auf Einlagen mit dem Blauen Engel achten

Der Blaue Engel definiert für Schuhe und Einlegesohlen, anspruchsvolle Standards über die gesamte Produktionskette hinaus und trägt damit zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit bei. Zwar sind bisher keine kompletten Schuhe mit diesem Umweltzeichen gekennzeichnet, aber mit den Einlegesohlen, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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Kinderschuhe gehen auch ohne Batterie

Blinkende Kinderschuhe bringen Kinderaugen zum Leuchten und sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. So die Werbeaussagen diverser Hersteller.

In der Schuhsohle befindet sich eine Knopfbatterie und Elektronik, die die LED Lampen zum Leuchten bringen. Werden die Schuhe nicht mehr getragen, weil das Blinken erloschen ist oder das Kind einfach aus dem Schuh gewachsen ist, landen sie meist im Restmüll. Batterien und Elektronikteile müssten gesondert entsorgt werden, was leider kaum der Fall ist.

Und was die Sicherheit angeht: Reflektierende Materialien bringen Schuhe ebenfalls zum Leuchten – ganz ohne Batterie.

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