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Nachhaltige Jeans

Foto:Jeans, © R. Gottwald-Hofer, eNu

Es muss nicht immer Baumwolle sein

Hanf eignet sich hervorragend zur Jeansherstellung und es gibt bereits einige Anbieter. Die Hanffaser ist reißfest, nimmt Feuchtigkeit schnell auf und trocknet auch schnell wieder.  Besonders im Sommer trägt sich der Stoff angenehm und kühlend.

Die Hanfpflanze ist genügsam, benötigt keine Dünger und Pestizide und wächst schnell. Hanf braucht nur ein Viertel der Wassermenge von Baumwolle und ist der mit Abstand ertragreichste, nachwachsende Rohstoff in der Faser-Welt.

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Auf die Farbe achten

Blue-Jeans sind in ihrer ursprünglichen Farbe dunkelblau (indigo). Abgewetzt wirkende Hosen im „Getragen“ used-look, gebleichte oder aufgeraut wirkende Stücke werden diversen Behandlungen unterzogen. Der beim Sandstrahlen unter Hochdruck auf den Stoff geblasene Sand verursacht Silikose (Quarzstaublunge durch Einamten u.a. von Quarzsand) und schädigt die Lungen der Arbeiter irreversibel. Beim Bleichvorgang der Jeans werden die Fasern verfärbt und angegriffen. Die verwendeten Bleichstoffe sind giftig für Menschen und Wasserorganismen.

Sie sollten aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen eher dunkelblaue, unbehandelte Jeans bevorzugen.

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Abfärben verhindern

Neue Jeans, so wie alle neuen Kleidungsstücke, vor dem ersten Tragen unbedingt waschen.
So entfernen Sie überschüssige Farbe und einen Teil der Schadstoffe, die im Herstellungsprozess verwendet werden.
Damit verhindern sie ein Abfärben auf die Haut und helle Oberflächen.
 

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Weniger Jeans, dafür gute Qualität

Weniger zu konsumieren ist nachhaltiger. Es müssen nicht unzählige Jeans und Hosen im Kleiderschrank liegen. Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der Blue-Jeans und tragen Sie diese möglichst lange.

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Gütesiegel beachten

Achten Sie beim Jeanskauf auf das Gütesiegel GOTS (Global Organic Textile Standard). GOTS-zertifizierte Kleidung besteht zu mindestens 95 % aus Naturfasern bzw. zu mindestens 70 % aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. Tierhaltung. Es setzt hohe ökologische Standards für die gesamte textile Produktionskette (Rohstoffe, Textilproduktion mit Veredelung und Farben). Das bedeutet, dass alle eingesetzten chemischen Zusätze, wie z. B. Farbstoffe und Hilfsmittel, bestimmte umweltrelevante und toxikologische Kriterien erfüllen müssen.

Das Gütesiegel „FAIRTRADE Certified Cotton“ garantiert faire Arbeitsbedingungen beim Baumwollanbau und damit ein besseres Leben für die Baumwoll(klein)bauern. Ein neuer, zusätzlicher FAIRTRADE Standard soll zukünftig auch faire Arbeitsbedingungen bei der Textilherstellung, den Spinnereien, Färbereien und den Nähfabriken garantieren. Achten Sie beim Einkauf auf das Fairtrade-Gütesiegel und darauf, dass der Hersteller Mitglied bei der Sozialstandard-Initiative „Fair Wear Foundation“ ist.

Kommentare (1)

  • Kira K., 17.02.2016, 15:01

    Ich habe mir vor Kurzem eine "Bio-Jeans" gekauft und ich bin mehr als zufrieden - war nicht teuerer als eine Marken-Jeans, sogar billiger und sie trag sich gut auf der Haut und ist wirklich robust!

Reparieren statt wegwerfen

Geht ein Reißverschluss kaputt oder fehlt ein Knopf, muss nicht sofort die ganze Hose entsorgt werden. Es gibt schon viele „Repair-Cafes“ aber auch Anleitungen im Internet, die Sie für kleinere Näharbeiten und Reparaturen an der Jean nutzen können.

Wenn die eine oder andere Jeans dann wirklich nicht mehr zu reparieren ist, dann können Sie den robusten Stoff weiter verarbeiten. Alte, kaputte Jeans eignen sich gut für kreative Upcycling-Ideen wie z.B. Taschen und Sitzpolster-Überzüge.

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