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Kopfläuse

Foto: Läuse-Cartoon © L. Grabner

Kopflausbefall erkennen

Läuse legen ihre Eier sehr nahe der Kopfhaut ab, vor allem im Nackenbereich und hinter den Ohren, und kleben sie an das Haar. Diese Eihüllen werden Nissen genannt. Sie sind leichter zu erkennen als die Tiere selber und sind so stark fixiert, dass sie auch im leeren Zustand noch lange im Haar verbleiben und einen Befall vortäuschen können.

Der Begriff Nisse sorgt nicht ohne Grund für Verwirrung, denn auch das Ei einer Laus wird vielfach als Nisse bezeichnet. Ob mit Larveninhalt oder ohne, lässt sich mit dem Abstand zur Haarwurzel leicht eruieren. Die Nymphen schlüpfen innerhalb einer Woche nach Ablage aus den Eiern und das menschliche Kopfhaar wächst monatlich gerade einmal einen Zentimeter. Sind die Nissen weiter als 1 cm vom Haaransatz entfernt, dann ist die Nisse leer und damit auch nicht mehr infektiös.

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Unangenehm, aber nicht gefährlich

Läuse ernähren sich von Blut. Um lange genug saugen zu können, befinden sich in ihrem Speichel gerinnungshemmende Substanzen, die einen unangenehmen Juckreiz hervorrufen. Sie übertragen aber keine Krankheiten.

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Läuse können nicht springen oder fliegen

Die Ansteckung erfolgt von Kopf zu Kopf, wenn Kinder die Köpfe zusammenstecken. Kopfläuse können nicht springen oder fliegen, sie sind auf die Fortbewegung an Haaren spezialisiert.

Eine Übertragung über Kuscheltiere oder Hauben ist unwahrscheinlich, denn Kopfläuse wechseln nicht freiwillig ihren Wirt. Verlassen Läuse den Kopf werden sie schnell träge und unbeweglich. Sie verhungern nach spätestens 3 Tagen. Auch Haustiere spielen bei der Übertragung keine Rolle.

Eine Übertragung über Kämme und Bürsten ist möglich, denn die Tiere können zwischen den Zinken eingeklemmt werden.

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Haarlänge spielt keine Rolle beim Lausbefall

Es gibt Menschen, die öfter befallen werden. Die Ursache ist unbekannt. Dabei spielt die Länge der Haare keine Rolle. Lediglich ganz kurze Haare (unter 1cm) sind für die Tiere nicht geeignet.

Verschiedene Studien haben festgestellt das Mädchen häufiger betroffen sind. Der Grund liegt aber weniger an der Haarlänge als dass Mädchen ihre Köpfe häufiger und länger zusammenstecken als Buben.

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Ein Befall hängt nicht mit Sauberkeit oder sozialem Status zusammen

Viele Menschen auf engem Raum sind die Grundvoraussetzung für Lausbefall. Falsche Scham und dadurch zu späte Bekämpfung fördern die schnelle Verbreitung. Auch tägliches Haare waschen schützt nicht vor Läusen. Menschen und Läuse leben schon lange zusammen. Sogar bei Mumien aus Ägypten wurden Reste von Läusen und Nissen gefunden.

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Juckreiz bedeutet nicht unbedingt Lausbefall

Eine Kontrolle des Kopfes ist aber ratsam. Juckreiz kann auch eine Nebenwirkung eines Läusemittels sein. Eine zusätzliche Behandlung verschlimmert dann das Problem. Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt. Möglicherweise hilft ein Wechsel des verwendeten Mittels. Es kann sich auch um nachschlüpfende Läuse handeln. Daher immer eine Wiederholungsbehandlung durchführen.

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Mit dem Läusekamm bekämpfen

Kämmen Sie das Haar regelmäßig mit einem Nissenkamm. Voraussetzung für eine erfolgreiche mechanische Entfernung sind die richtige Kämmtechnik und ein geeigneter Läusekamm mit eng stehenden Zinken.

 

Verteilen Sie eine Pflegespülung auf das nasse Haar und kämmen Sie danach das ganze Kopfhaar systematisch durch. Achten Sie darauf, dass die Spitzen des Kammes die Kopfhaut berühren und mit leichtem Druck an der Kopfhaut entlang geführt werden. Streichen Sie den Kamm wiederholt auf einem Tuch oder Küchenpapier aus. Wenn nichts mehr im Kamm hängen bleibt, zur nächsten Haarpartie übergehen. Ist das ganze Haar auf diese Weise durchgekämmt, kann die Pflegespülung ausgewaschen und der Kamm gereinigt werden.

Führen Sie diese Methode mehrmals wöchentlich ein Monat lang durch. Die rein mechanische Entfernung bringt gute Ergebnisse.

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Mit dem elektrischen Lauskamm arbeiten

Die Anwendung ist leicht und ohne gesundheitliche Risiken. Zwischen den Zinken des Kammes baut sich elektrische Spannung auf, die die Laus tötet. Für Menschen ist die Spannung ungefährlich und nicht spürbar. An den Geräuschen des Lauskammes lässt sich feststellen, ob eine Laus erwischt wurde. Daher ist er auch bei Lausverdacht bzw. vorbeugend einsetzbar. Nur die Laus, nicht aber die Eier werden abgetötet. Eine regelmäßige Anwendung über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ist notwendig.

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Lausmittel, wenn möglich meiden

Chemische Mittel sollten aufgrund möglicher Nebenwirkungen nur angewendet werden, wenn auch wirklich ein Kopflausbefall vorliegt. Ein Arzt kann dies überprüfen und Behandlungshinweise geben.

Einige Lausmittel sind nur in Apotheken erhältlich. Sie enthalten starke Nervengifte, die nicht ungefährlich sind. Wenn Sie diese Produkte verwenden, gehen Sie genau nach Gebrauchsanweisung vor, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Viele Lausstämme sind mittlerweile gegen eine Reihe von Chemikalien resistent geworden, wodurch die Bekämpfung erschwert wird.

Es gibt auch Mittel auf Basis von Silikonölen. Hierbei sollen die Tiere von der Lösung bedeckt werden und ersticken. Empfehlenswert sind Produkte mit Neem-Extrakt, Soja- und Kokosöl. Das Öl greift den Lauspanzer an und trocknet ihn aus. Das Mittel muss gleichmäßig auf der Kopfhaut verteilt werden. Empfohlene Dosierung und Einwirkzeit genau einhalten.

Bei Kleinkindern, Schwangeren, stillenden Müttern und AllergikerInnen wird von chemischen Mitteln dringend abgeraten. In diesen Fällen auf die rein mechanische Entfernung mit einem Nissenkamm zurückgreifen.

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Mit Essig die Nissen leichter lösen

Eine Vorbehandlung der Haare mit Essig tötet Kopfläuse und Nissen nicht. Sie dient bei einer mechanischen Bekämpfung mit einem Kamm nur der leichteren Ablösung der Nissen.

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Behandlung wiederholen, um alle Läuse zu entfernen

Nach 8-10 Tagen die Behandlung wiederholen. Die Produkte wirken oft nicht auf die Eier. Aus den Eiern schlüpfen wieder Läuse und die Mühe war umsonst.

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Nicht nur den Kopf behandeln

Neben der Behandlung des Kopfes sollten Sie Kämme und Bürsten mit Seife und heißem Wasser reinigen. Am besten benutzt jedes Familienmitglied eine eigene Bürste.

Die gezielte Reinigung von Bettwäsche, Plüschtieren, etc wird unterschiedlich gesehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Läuse auf diesem Weg übertragen werden, ist so gering, dass ein Auskochen, Einfrieren oder Verpacken in Plastiksäcke nicht notwendig ist.

Wenn Sie trotzdem reinigen möchten, dann genügt es Bettbezüge, Handtücher, getragene Kleidung bei 60°C zu waschen. Die zusätzliche Reinigung von Matratzen, Polstermöbel und Böden ist überflüssig.

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Lausbefall melden, um eine Bekämpfung zu erleichtern

Kindergarten oder Schule umgehend informieren, wenn bei Ihrem Kind Kopfläuse auftreten. Informieren Sie auch das nähere Umfeld ihres Kindes wie z.B. Freunde, Verwandte oder Sportvereine. Läuse können nur auf Dauer verbannt werden, wenn alle Kopfhaut und Haare kontrollieren und bei Befall sofort Maßnahmen ergreifen.

Manche Kindergärten verlangen eine Bestätigung der Laus- und Nissenfreiheit von der Ärztin/dem Arzt oder dem Gesundheitsamt bzw. vom Hygienezentrum der Stadt Wien. Diese führen auch eine kostenpflichtige Behandlung durch.

Nach einer erfolgreichen Lausbehandlung darf die Schule oder der Kindergarten wieder  besucht werden, also am gleichen Tag oder am nächsten. Das Kind muss nicht bis zur empfohlenen 2. Behandlung zu Hause bleiben.

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