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Funktionsbekleidung

Foto: Wanderbekleidung, © R. Burger, eNu

Funktionskleidung nur wenn notwendig

Überlegen Sie vor dem Einkauf, ob wirklich alle Kleidungsstücke der Wanderausrüstung aus Funktionstextil sein müssen. Meist braucht es für Wanderungen und Ausflüge nicht unbedingt die neueste High-Tech Ausrüstung wie sie ExtremsportlerInnen verwenden.

Stoffe für Funktionstextilien  werden hauptsächlich aus Kunstfaser wie Polyester gefertigt. Die Basis ist also Erdöl. Die synthetischen Fasern machen die Kleidung leicht und schnelltrocknend. Allerdings werden diese Stoffe dann mit Chemikalien behandelt, um sie wasser- und schmutzabweisend zu machen.

Viele enthalten Funktionsmembranen, bei deren Herstellung problematische Chemikalien nötig sind. Bedenklich sind PFOAs (perfluorierte Oktansäure), PFOS (perfluorierte Oktansulfonsäure), Nonylphenolethoxylate (NPE) und Phthalate (Weichmacher).
Gelangen diese Chemikalien in die Umwelt sind sie nur schwer abbaubar und reichern sich an. Rückstände in der Kleidung können über die Haut in unseren Körper gelangen.

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Auf Umweltzeichen achten

Bei Kleidung und Textilien mit Öko-Labels wird schon bei der Herstellung auf die Reduktion von Chemikalien geachtet. Halten Sie beim Einkauf Ausschau nach Gütesiegeln wie Bluesign, dem Blauen Engel, GOTS und IVN Best.

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Schlechter Geruch – Hände weg

Hat ein Kleidungsstück einen wahrnehmbar schlechten Geruch (stechend, „chemisch“), dann sollten Sie es nicht kaufen. An Bezeichnungen wie „sanitized“, „bügelfrei“, „actifresh", „sanigard", „eulan asept", „fresco", „hygitex", … erkennen Sie, dass die Textilien chemisch behandelt wurden.

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Kleidung lange nutzen

Am nachhaltigsten ist Kleidung, die nicht produziert werden muss. Tragen Sie Ihre Funktionskleidung so lange wie möglich und  nutzen Sie Second-Hand Läden oder Tauschbörsen für gebrauchte Stücke.

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  • Bumble B., 06.09.2016, 22:59

    Mein Mann gibt seine "alten" Sachen an mich weiter und diese halten mittlerweile schon an die 20 Jahre und haben schon wunderschöne Urlaube mit uns verbracht!

Imprägnierungen besser weglassen

Keine Imprägnier-Sprays und -Waschmittel, die die Versiegelungen Ihrer Outdoorkleidung erneuern sollen, verwenden. Die nachträgliche Auffrischung hält nicht lange und belastet Umwelt und Gesundheit. Besonders Sprays können leicht eingeatmet werden.

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  • ., 29.08.2018, 12:16

    Nur wie mache ich meine Funktionskleidung denn dann wieder wasserfest, wenn ich keine Imprägnierung benutzen darf/soll?

  • Das Redaktionsteam N., 30.08.2018, 12:07

    Das ist nachträglich nur sehr begrenzt möglich. Das Magazin ÖKO-Test hat letzten Oktober (10/2017) gängige Imprägniermittel geprüft und nur drei kamen ohne die schädlichen Fluorverbindungen aus. Nur zwei zeigten eine Wirkung.
    Der Nässeschutz bei Funktionstextilien funktioniert hauptsächlich über die verarbeiteten Membranen. Sind diese nicht mehr dicht, nutzen oberflächlich aufgebrachte Sprays oder Mittel die beim Waschen aufgebracht werden, nicht viel.

  • Kitti W., 30.08.2018, 12:39

    Ich habe das einmal selber ausprobiert. War ein Mittel, das in der Waschmaschine die Imprägnierung wieder erneuern sollte. Nach dem ersten Regenguss ging es an den Schultern und bei der Kapuze wieder feucht durch. Dafür hat meine Waschmaschine furchtbar gestunken. Es hat ein paar Waschgänge gedauert, um diesen Geruch wieder wegzubekommen.
    Wenn ich mir vorstelle, dass das alles ins Abwasser gekommen ist.....

Alternative Fasern für Kleidung wählen

Naturfasern haben sehr günstige Trageeigenschaften. Wolle kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, hält den Körper bei feucht-kalter Witterung lange warm und bindet Gerüche. Besonders Loden (gewalkte Wolle) bietet sich bei Oberbekleidung an. Seide verstärkt wärmende und atmungsaktive Eigenschaften, wenn sie zusammen mit Wolle verarbeitet wird. Zellulosefasern wie Modal®, Tencel® und ähnliche Stoffe sind saugfähig, halten den Körper trocken und haben kühlende Wirkung.

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Funktionskleidung aus Recycling-PET

Textilien aus Kunststoffen (Polyester, …) sind zwar lange haltbar, aber nicht sehr umweltfreundlich, da viel Erdöl und Energie zur Erzeugung benötigt wird. Wird recycelter Polyester genutzt, werden Rohstoffe eingespart und zugleich das Müllaufkommen und die CO2 Belastung aus der Müllverbrennung verringert.

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Soziale Standards mitbeachten

Wählen Sie Produkte von Herstellern, die Initiativen wie z.B. Fair Wear oder Clean Clothes angehören bzw. sich nach deren Kriterien orientieren. Diese setzen sich für faire Arbeitsbedingungen und soziale Standards ein. Am besten aus europäischer Produktion, da hier die Umwelt- und Sozialstandards am strengsten sind. Fragen Sie im Fachgeschäft nach.

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Artgerechte Tierhaltung bei Daunenprodukten

Sie können viel Tier-Leid verhindern, wenn Sie bei Daunenprodukten genau hinsehen. Sie erkennen artgerechte Produkte am Global Traceable Down Standard.

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