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Duschgel & Co

Foto: Seifen und Co, © R. Gottwald-Hofer, eNu

Duschgel sparsam verwenden

In Duschgels ist, so wie in Shampoos, viel Wasser enthalten. Um zu verhindern, dass die Produkte verderben werden daher Konservierungsstoffe zugesetzt. Verdickungsmittel geben den Produkten die gewünschte Konsistenz. Farb- und Duftstoffe sorgen für eine entsprechende Optik und den Duft. Antioxidantien und Komplexbildner gewährleisten die Haltbarkeit. Die Inhaltsstoffe müssen auf der Verpackung angegeben werden (INCI-Liste).

Viele dieser Inhaltsstoffe reizen unsere Haut, trocknen sie aus und manche Duftstoffe können Allergien auslösen. Sensitiv Produkte sind Duftstoffreduziert. Manche Firmen bieten extra Pflegelinien für Problemhaut. Je weniger Duschgel Sie verbrauchen, desto weniger bedenkliche Inhaltsstoffe kommen auf die Haut und ins Abwasser.

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Je weniger Schaum desto milder für Haut und Haar

Die in Duschgels enthaltenen Tenside dienen der Reinigung und sorgen für den Schaum. Gleichzeitig trocknen sie aber auch die Haut aus. Zur Körperreinigung benötigen Sie nicht viel. Eine Haselnussgroße Menge genügt, oft reicht auch Duschen mit Wasser alleine.
Gesunde Haut benötigt keine Produkte mit rückfettender Wirkung. Sie übernimmt diese Funktion selbst. Bei zu viel künstlicher Fettzufuhr gewöhnt sich die Haut daran und reguliert sich nicht mehr selber. Am besten gleich nach dem Duschen mit Hautcreme oder Körperöl eincremen. Hochwertige Öle pflanzlichen Ursprungs und Cremen mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen verwenden.

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Naturkosmetik-Produkte bevorzugen

Die Inhaltsstoffe von Naturkosmetika werden streng geprüft. Mit wenigen Ausnahmen (bei Hilfsstoffen) bestehen sie aus natürlichen pflanzlichen, tierischen und mineralischen Rohstoffen. Gentechnische Verfahren und radioaktive Bestrahlung von Rohstoffen oder Produkten sind verboten. In Österreich gilt der österreichische Lebensmittelkodex. In Deutschland dürfen nur Produkte, die nach den Richtlinien des BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimitte, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel) erzeugt werden, mit dem Siegel „kontrollierte Naturkosmetik“ gekennzeichnet sein.
Um die Haltbarkeit zu erhöhen werden hier häufig ätherische Öle verwendet.

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Auf Prüfzeichen achten

Nicht überall wo „bio“, „Natur“ oder „pflanzlich“ draufsteht ist Naturkosmetik drinnen. Nach dem österreichischen Lebens­mittelkodex sind Naturkosmetika Erzeugnisse aus natür­lichen Rohstoffen. Diese sollen so weit wie möglich aus biologischem Anbau stammen. Naturkosmetik ist nicht automatisch Bio-Kosmetik. Chemische Gewinnungs- oder Verarbeitungsschritte sind hier bei Konservierungsmit­teln, Emulgatoren und Tensiden erlaubt. Verboten sind synthetische Farb- und Geruchsstoffe, Silikone und Paraffine. Grundstoffe herkömmlicher Kosmetika kommen hauptsächlich aus der Petrochemie. Zusätzlich werden auch pflanzliche und tierische Rohstoffe verarbeitet ebenso wie mineralische Grundstoffe (Tonerde). Auch nachwachsende Rohstoffe sind nicht immer unproblematisch, das zeigt das Beispiel Palmöl samt den negativen Auswirkungen der Plantagenproduktion auf Umwelt und Klima.

 

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Seife statt Duschgel verwenden

Duschgels, Waschlotionen und Duschbäder reinigen durch Syndets (synthetic detergents, Tenside) als waschaktive Substanzen. Ihr pH-Wert wird dem der Haut angeglichen, daher werden sie als besonders hautfreundlich beworben. Je nach Art und Menge trocknen diese Tenside aber die Haut stärker aus als Seife. Als Ausgleich werden den Produkten wieder rückfettende Substanzen zugesetzt.
Seife wird aus natürlichen Fetten sowie Natron- oder Kalilauge hergestellt. Ihr pH-Wert ist basisch und das neutralisiert kurzfristig den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Für gesunde Haut stellt das kein Problem dar. Bei festen Seifen werden keine Konservierungsmittel zugesetzt, die in den flüssigen Produkten der längeren Haltbarkeit dienen. Diese konservierenden Inhaltsstoffe können zu Hautreizungen und Allergien führen.

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Nicht zu heiß Duschen

Auch durch heißes Wasser wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut geschädigt oder ganz abgewaschen. Die Schutzschicht baut sich bei gesunder Haut binnen weniger Stunden wieder auf. Am besten ist kurzes, lauwarmes Duschen mit einem kalten Guß am Ende, damit die Blutgefäße sich zusammenziehen und der Kreislauf in Schwung kommt.

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Heil- bzw. Wascherde ausprobieren

Heilerde ist reine Tonerde aus Nordafrika. Für die Reinigungswirkung ist die hohe Aufnahmefähigkeit von Fett und Schmutz verantwortlich. Im Handel wird sie unter den Bezeichnungen „Wascherde, Lavaerde oder Mineralerde“ verkauft. Da weder Duftstoffe noch Tenside oder sonstige chemisch-synthetische Zusätze enthalten sind, ist Heilerde hervorragend für empfindliche Haut und AllergikerInnen geeignet.
Rühren Sie Heilerde je nach Anwendung mit Wasser an (dünnflüssig zur Reinigung, dickflüssig für eine Gesichtsmaske oder Haarpackung).

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Selbst gemachte Duschgels probieren

Beachten Sie, dass selbst hergestellten Duschgels nicht so lange halten wie konventionelle Produkte. Schnell aufbrauchen und wieder frisch anrühren.

Rezept: Kühlendes Duschgel mit Minze

  • 50 g geriebene Kernseife oder Seifenflocken
  • 2 TL Olivenöl (alternativ: Mandelöl, Sesamöl)
  • 200 ml Pfefferminztee (am besten mit frischer Minze)
  • einige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
  • nach Geschmack einige Tropfen ätherisches Öl von Zitrone, Grapefruit, Bergamotte oder Eukalyptus

Tee erhitzen und heiß über die Seifenflocken gießen. In eine leere Flasche füllen und mit Olivenöl gut durchschütteln. Ätherisches Öl zugeben und fest werden lassen. Ist die Masse zu fest, füllen Sie etwas warmes Wasser nach. Die ätherischen Öle nicht zu hoch dosieren, sie können sonst Hautirritationen hervorrufen.
 

Rezept: Kräuter Duschgel

  • 100 ml Kräuterölauszug (Kräuter nach Wahl, neutrales Pflanzenöl z.B. Sonnenblumenöl, Maiskeimöl)
  • 150 ml destilliertes Wasser
  • 20 g Meersalz
  • 50 g geriebene Kernseife

Für den Kräuterölauszug gießen Sie die Kräuter in einem Schraubglas mit neutralem Pflanzenöl auf und lassen die Flüssigkeit verschlossen 3-4 Wochen stehen. Hin und wieder schütteln. Seifenraspeln zusammen mit Meersalz in handwarmem destilliertem Wasser auflösen. Zum fertigen Kräuterauszug geben und gut verrühren.

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