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Silberfischchen

Foto: Silberfischchen, © R. Gottwald-Hofer, eNu

Silberfischchen sind ungefährlich

Lepisma saccharina, wie sie auch heißen, kommen in allen Wohnungen und Häusern vor und sind nachtaktiv, daher fallen sie uns meistens nicht auf. Silberfischchen übertragen keine Krankheiten und sind aus hygienischer Sicht unbedenklich. Weil sie kohlehydrathaltige Nahrung (Stärke, Zucker) benötigen, tragen sie auch die Bezeichnung „Zuckergast“.

Eigentlich können Silberfischchen zu den Nützlingen gerechnet werden, da sie sich unter anderem von Hausstaubmilben ernähren. Probleme bereiten sie nur in Archiven oder Bibliotheken, weil sie auch Papier fressen und so Schäden hinterlassen können.

Silberfischchen gehören zur Ordnung der Fischchen (Zygentoma), die es schon seit über 300 Millionen Jahren gibt. Damit gehören sie zu den wenigen Tierarten, die über Jahrmillionen unverändert auf der Erde existieren, wie z. B. auch Nautilus und Triops.

Kommentare (1)

  • Bumble B., 20.11.2016, 22:25

    Habe heute 20.11. "Die Sendung mit der Maus" gesehen - es scheint, als hätten die euren Newsletter bekommen! Ein Beitrag handelte nämlich unter anderem von Silberfischchen und die wurden dort überaus liebenswert dargestellt! :-)

Auf Trockenheit in Räumen achten

Silberfischchen können bis zu 8 Jahre alt werden. Ihr Wachstum und ihre Fortpflanzung hängen von Wärme und Luftfeuchtigkeit ab. Optimal vermehren Sie sich bei Temperaturen zwischen 20 °C und 30 °C und 80 bis 90 % relativer Luftfeuchtigkeit. Daher sind Silberfischchen meistens in Bädern und Sanitärräumen sowie Küchen, Kellern und Waschküchen zu finden. Bei Kälte und Trockenheit ist keine Vermehrung möglich, achten Sie deshalb besonders auf trockene Böden.  

Treten Silberfischchen in großen Mengen auf, ist die Luftfeuchtigkeit im Wohnraum generell zu hoch - die Tierchen sind somit auch ein Anzeiger für möglichen Schimmelbefall.

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Ohne Gift bekämpfen

Eine chemische Bekämpfung mit Insektiziden ist bei Silberfischchen nicht notwendig. Senken Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum durch regelmäßiges Lüften. Putzen Sie regelmäßig die Räume. Durch das Saugen und Wischen der Böden werden Hautschuppen, Haare und Staub entfernt. Damit wird den Tieren die Nahrung entzogen. Auch Lavendelduft im Wohnraum soll Silberfischchen abschrecken.

Kommentare (1)

  • ., 23.10.2018, 09:48

    Auf die Chemiekeule würde ich definitiv auch verzichten. Zum lassen sich nicht alle Silberfischchen damit abtöten, d.h. einige wenige Tiere überleben immer, da Silberfische Überlebenskünstler sind. Zum anderen gefährdet man sich damit selbst, vor allem wenn Kinder oder Haustiere mit im Haushalt leben.
    Meiner Erfahrung nach sind Klebefallen das effektivste Mittel. Man stellt diese direkt vor die Ecken oder Ritzen, in denen sich die Silberfische aufhalten und "sammelt" somit nach und nach die Tiere ein. Silberfische sind wie Lemminge, d.h. sie nutzen alle den gleichen Laufweg, was die Chance erhöht, mit der Zeit alle Silberfische zu erwischen.

    Woher kommen Silberfische kann man übrigens hier nachlesen ;)

Selbstgemachte Fallen aufstellen

Ein ausgelegtes, feuchtes Tuch oder Zeitung zieht die Tiere an. Zucker-Backpulvermischungen auf Karton aufgelegt funktionieren auch gut, töten aber die ungebetenen Hausgäste. Fangen Sie die Silberfischchen besser in einer Lebendfalle. 
Mit wenig Aufwand können Sie Fallen basteln. Stellen Sie diese nachts auf und bringen Sie die gefangenen Silberfischchen in der Früh aus dem Wohnraum.

  • Glas-Falle:
    Die Tiere können sich an Glasflächen nicht halten. Nehmen Sie ein leeres Marmeladeglas oder ähnliches und füllen Sie einige Haferflocken als Lockmittel hinein. Damit die Tiere hineinkommen umwickeln Sie die Außenseite mit Kreppband oder lehnen ein kleines Holzbrettchen an. Die Tiere klettern hinein und können nicht wieder heraus.
  • Lockfalle:
    Dafür benötigen Sie einen rohen Erdapfel, eine Schale oder Tasse und eine feste Unterlage. Reiben Sie den Erdapfel auf die Unterlage und stülpen die Schale darüber. Die Tiere sammeln sich beim Futter unter der Schale und können dann ins Freie ausgesetzt werden.

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