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Schnuller

Foto: Baby mit Schnuller, robhainer - fotolia.com

Nicht zu oft und nicht zu lange verwenden

Bei Stillkindern wird empfohlen, in der ersten Zeit  nach der Geburt auf einen Schnuller zu verzichten, da das Nuckeln das Saugverhalten des Babys beeinflussen könnte. Mit etwa vier Wochen kann dem Baby ein Schnuller zur Beruhigung angeboten werden. Die Auswahl ist groß. Schnuller gibt es in verschiedenen Formen und aus unterschiedlichen Materialien.

Setzen Sie den Schnuller nicht als Dauerberuhigungsmittel ein, es kann zu Kieferfehlstellungen kommen und die Sprachentwickelung beeinträchtigt werden. Um den achten Monat verschwindet langsam der Saugreflex. Das Nuckeln sollte ab dem ersten Lebensjahr langsam reduziert werden. Je weniger das Kind den Schnuller verwendet, desto leichter ist das Abgewöhnen.

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Form und Größe altersgerecht auswählen

Der Schnuller sollte in der Größe dem Alter des Kindes entsprechen. Wählen Sie symmetrische Schnuller. Bei diesen ist das dicke Ende nach oben gewölbt und die Unterseite flach geformt. Dadurch wird weniger Druck auf den Kiefer ausgeübt, die Zunge hat genügend Platz und das Kind kann ungehindert schlucken.

Geeignet sind auch Schnuller mit symmetrischer Form, wo der Nuckelteil beidseitig abgeflacht ist. Es gibt kein oben oder unten und der Schnuller kann nicht „verkehrt“ in den Mund gesteckt werden.

Nicht zu empfehlen sind sogenannte Kirsch- oder Ballonschnuller, die einen ballonartigen, relativ großen Sauger und dicken Schaft haben. Die Zunge hat bei dieser Form wenig Bewegungsspielraum.

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Das richtige Material wählen

Schnuller werden aus Naturkautschuk (Latex) oder Silikon angeboten. Latex ist ein bräunliches Naturmaterial und angenehm weich, sowie beiß- und reißfest. Der Sauger wird aber schnell unansehnlich, da er Fette aus der Kautschukmilch enthält. Er muss alle 6-8 Wochen gewechselt werden bzw. wenn sie klebrig werden. Empfindliche Babys können auf Latex allergisch reagieren. Das liegt an den Proteinen, die im Latex enthalten sind.

Silikon ist ein Kunstprodukt, das gut in Form bleibt und auch großer Hitze (Auskochen) standhält. Es wird in Schnullern eingesetzt, da es als geschmacksneutral und schadstofffrei gilt. Bei Babys, die bereits Zähne haben, müssen Silikonsauger immer wieder kontrolliert werden, da das Silikon leicht beschädigt werden kann und das Baby Stücke des Materials verschlucken könnte. Deshalb gilt bei Silikonsaugern: bei Beschädigung sofort wegwerfen.

Kommentare (1)

  • Barbara H., 17.06.2015, 14:09

    Schnuller die komplett aus Naturkautschuk gefertigt sind, dienen auch gleichzeitig als Beißring- der dicke Rand lässt sich gut knabbern- 2 in eins!

Bisphenol A-freie Schnuller nehmen

2009 wurde in Babyschnullern Bisphenol A (BPA) entdeckt. Dieser chemische Stoff ist hormonell wirksam und kann schädigende Wirkungen haben, da die Chemikalie durch die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann.

Auch in Babyflaschen wurde BPA entdeckt. Durch eine EU-Verordnung ist dieser chemische Stoff seit 1. März 2011 in Babyfläschchen verboten. In Österreich ist geplant, das Verbot auch auf Schnuller und Beißringe auszuweiten.

Zur Sicherheit sollen Sie darauf achten, dass in Schnullern und anderen Säuglingsartikeln kein Polycarbonat (PC) verwendet wird und nur Produkte mit der Aufschrift „BPA free“ oder „ohne BPA“ kaufen.

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Schnuller sterilisieren

Die Meinungen zum Sterilisieren gehen weit auseinander. Es wird sowohl tägliches wie auch gelegentliches oder gar kein Sterilisieren empfohlen.

Bei Frühchen ist eine Sterilisation des Schnullers immer notwendig, um eine Infektion zu vermeiden. Die Sterilisation kann durch eine chemische Methode erfolgen. Schnuller reinigen und in eine Desinfektionslösung legen. Das Desinfektionsmittel bekommen Sie in Apotheken.

Eine weitere Methode ist das Auskochen in heißem Wasser oder die Dampfsterilisation im Dampfkochtopf  bzw. mit einem elektrischen Dampfsterilisator.

Den Schnuller auf alle Fälle vor dem ersten Gebrauch sterilisieren. Danach liegt es im Ermessen der Eltern (in Absprache mit z.B. der Kinderärztin/dem Kinderarzt), wie oft dies notwendig ist.

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