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Gelsen

Foto: Gelsen © svetoslav Radkov - fotolia.com

Gelseninvasion vorbeugen

Stechmücken benötigen zur Entwicklung stehende Wasseransammlungen wie z.B. nach Überschwemmungen überflutete Wiesen, Lacken, etc., in denen sie sich ohne Fressfeinde entwickeln können. Nach starken Regenfällen oder längeren Schlechtwetterperioden können sie sich dort ungestört vermehren. Gegen solche Ereignisse können wir nichts tun.

Im eigenen Garten oder am Balkon können Sie stehende Wasseransammlungen vermeiden und so einem Massenauftreten vorbeugen. Regentonnen abdecken, achtlos stehen gelassene Gießkannen entleeren und in Kinderplanschbecken sowie Vogeltränken das Wasser täglich wechseln. Nur so können Sie die Larven dezimieren, bevor sie sich verpuppen und schlüpfen.

Im Gartenteich ist keine Massenvermehrung zu befürchten, dafür sorgen natürliche Fressfeinde.

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Gelse ist nicht gleich Gelse

Die Lebensdauer einer ausgewachsenen Gelse beträgt nur wenige Tage. Sie fliegen nicht weit und suchen daher in nächster Umgebung einen geeigneten Platz zur Eiablage – oft direkt in unserem Garten.

Unter den heimischen Quälgeistern ist die Hausgelse (Culex pipiens) die häufigste Art. Ihr Stich ist schmerzhaft und verursacht Juckreiz und Hautrötung. Hausgelsen sind nachtaktiv, überwintern in einer Ruhestarre in Gebäuden (Kellern, Scheunen, …) und "erwachen" bei günstigen Licht- und Temperaturverhältnissen. Danach beginnt der Entwicklungszyklus: Larve in Wasseransammlung – Puppe – Erwachsenes Tier. Nur die Weibchen stechen, da sie Blut für die Eientwicklung benötigen.

Äußerst unangenehm ist die gemeine Rinderbremse (Tabanus bovinus). Sie hat einen großen Kopf mit bunt schimmernden Augen. Ihr Biss ist durch große Mundwerkzeuge schmerzhaft.

In Augebieten und nach Überschwemmungen tritt die tagaktive „Überschwemmungs-Gelse“ (Aedes sp.) massenhaft auf. Die Eier der Überschwemmungsgelse können lange Zeit auf dem Trockenen überdauern. Nach Überflutungsereignissen schlüpfen daraus die Larven und die Entwicklung beginnt von vorne.

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Zuhause Gelsenschutz anbringen

Insektengitter an Fenstern und Türen helfen, dass Gelsen und andere Insekten erst gar nicht ins Haus gelangen. Geht das nicht oder ist der Gelsendruck sehr hoch, helfen Moskitonetze über den Betten.

Zusätzlich kann es hilfreich sein, im Innenraum eine Schale mit Essigwasser aufzustellen oder etwas Zitronen- oder Lavendelöl auf einen Duftstein oder in die Duftlampe zu geben. Nelkenöl soll auf Gelsen besonders abschreckend wirken.

Es gibt Rezepte, bei denen ätherische Öle mit Hautcreme vermischt und als Repellent aufgetragen werden. Diese selbstgemachten Lotionen unbedingt vor dem großflächigem Auftragen testen.

Ätherische Öle können allergische Reaktionen und Hautreizungen hervorrufen. Vor allem Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht mit ätherischen Ölen eingerieben werden. Es reichen einige Tropfen auf Bettwäsche oder Kleidung, um Gelsen fernzuhalten.

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Gelsenschutz im Freien

Die Plagegeister orientieren sich am ausgeatmetem CO2 und unserem Körpergeruch. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist es aber nicht der Zuckergehalt im Blut, wie jahrelang angenommen, sondern eher bestimmte Fettsäuren im Schweiß.

Mit einer selbstgemachten CO2 Falle können Sie die Gelsen im Garten anlocken!

Im Freien daher langärmelige, weite und feste Kleidung tragen. Am besten helle Farben tragen, denn Gelsen bevorzugen dunkle Kleidung.

Gelsen sehen gelbes Licht nicht. Verwenden Sie gelbe statt weiße Lampen, um Sitzplätze im Freien zu beleuchten.

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Mittel zur Larvenbekämpfung

Großflächig nach Überschwemmungen und nahe Augebieten gibt es immer wieder Bekämpfungsaktionen mit Bti. Der Bti-Wirkstoff ist ein Eiweißkristall, das aus dem Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) gewonnen wird. Er verhindert die Entwicklung von der Larve zur Stechmücke.

Ein Einsatz sollte gut überdacht und überwacht werden, da die Mückenlarven in der Natur eine wichtige Funktion als Nahrungstiere erfüllen (Larven als Fischnahrung, die Mücken selbst für Vögel und Fledermäuse). Im eigenen Garten helfen vorbeugende Maßnahmen am besten.

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Keine Gelsenstecker bzw. Verdampfer verwenden

Elektroverdampfer (sog. Gelsenstecker) geben permanent Insektizide an die Raumluft ab. Diese Stoffe werden über einen langen Zeitraum eingeatmet. Durch diese Dauerbelastung sind besonders Kinder, AllergikerInnen und AsthmatikerInnen gefährdet.

Gelsenpiepser mit hochfrequenten Tönen sind für Menschen unschädlich, haben aber laut Verbrauchertests keine Wirkung auf Gelsen.

Der sogenannte Insektengrill, eine UV-Leuchte mit Hochspannungsgitter, der in der Gastronomie häufig eingesetzt wird, ist eine der ungeeignetsten Lösungen. Hier werden fast nur harmlose nachtaktive Insekten, vor allem Nachtfalter getötet. Es geht meist nur um ein gut sichtbares Zeichen, dass etwas gegen Gelsen getan wird.

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Nicht kratzen bei Stichen

Durch blutgerinnungshemmende Stoffe im Speichel der Gelse schüttet unser Körper Histamin aus und ein mehr oder weniger juckender Gelsendippel entsteht. Kratzen verschlimmert die Schwellung und es kommt zu einer örtlichen Entzündung.

Um den Juckreiz zu lindern hilft Wärme. Ein Gerät mit Heizelement hat sich hier bewährt. Diese Geräte bekommen Sie in Apotheken.

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Hausmittel gegen juckende Stiche

Als erste Hilfe haben sich Zwiebelsaft, Essig-Umschläge und Zitronensaft bewährt. Auch zerkleinerte Spitzwegerichblätter helfen gegen den Juckreiz. Kauen Sie die Blätter kurz und geben Sie den Brei auf die Stichstelle. Entzündungen um die Stichstelle können Sie mit essigsaurer Tonerde beruhigen.

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Vorsicht bei Insektenschutzmitteln

Viele Produkte enthalten den Wirkstoff Diethyl-Toluamid (DEET). Dieser ist zwar sehr wirksam kann aber zu Augen- und Schleimhautreizungen, Hautirritationen und Nervenstörungen führen. Nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden, da DEET plazentagängig ist und über die Muttermilch weitergegeben wird.

Dieser Wirkstoff greift auch Kunststoffe an (Brille, Handy, Laptop, Kunstfaser, …). Mittel mit diesem Inhaltsstoff sollten nicht über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

In vielen Produkten wurde DEET durch den besser verträglichen Wirkstoff Icaridin ersetzt. Dieser hilft auch gegen Zecken und hat einen geringeren Eigengeruch.

Der Wirkstoff IR3535 (EBAAP - Ethyl Butylacetylaminopropionate) in Insektenschutzmitteln hat sich als wirksames Abwehrmittel gegen Stechmücken erwiesen und ist am besten verträglich.

Was bei Reisen in die Tropen schwere Erkrankungen vorbeugt, ist bei uns und in Europäischen Urlaubsländern vielleicht übertrieben.

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Keine Kosmetika mit Repellent-Wirkung verwenden

Die Inhaltsstoffe in Repellents sollen uns vor Stichen und etwaigen damit übertragenen Krankheiten schützen. Sie sollten nicht bedenkenlos in Kombi-Präparaten (mit Sonnenschutz, After-Sun oder Hautpflege-Produkten) aufgetragen werden. Es kann zu Wechselwirkungen kommen. Insektenschutz nur dann auftragen, wenn es wirklich notwendig ist.

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Insektenschutz nach dem Sonnenschutzmittel auftragen

Insekten-Repellents setzen die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln herab. Daher erst auftragen, wenn die Sonnencreme eingezogen ist. Kombi-Präparate von Sonnen- und Insektenschutz sind deshalb nicht empfehlenswert. Wird der Insektenschutz nicht mehr gebraucht, sollten Sie die Reste mit Wasser und Seife abwaschen.

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Katzenminze gegen Gelsen

Studien aus den USA (Universität Iowa) berichten von Katzenminze als effektiven Schutz. Das enthaltene Öl Nepetalacton, das der Pflanze ihren charakteristischen Duft gibt ist demnach für Mücken sehr abstoßend.

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Gelsenschutz selbstgemacht

Frisch geerntete Blätter der Echten Katzenminze (Nepeta cataria) in ein Glas schichten, mit 40%igem Alkohol übergießen und eine Woche ziehen lassen. Dann abgießen. Zu 100ml dieser Katzenminze-Tinktur gibt man 50 ml Lavendelhydrolat (das destillierte Wasser, das bei der Destillation von Lavendelöl übrig bleibt, erhältlich in Apotheken und Fachdrogerien), 20 ml Jojobaöl und 10 ml Niemöl. Gut vermischen und noch je 10 Tropfen ätherisches Öl von Lavendel und Citronella dazugeben.

Testen Sie zuerst in der Armbeuge, ob Ihre Haut die Mischung verträgt. Im Gesicht nur sparsam verwenden und nicht in Mund und Augen bringen.

nach Miriam Wiegele

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