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Flöhe bei Hund und Katze

Foto: Comic Flohmittel bei Hund und Katz, © L. Grabner

Vorsorge ist wichtig

Kontrollieren Sie Ihr Haustier regelmäßig und beobachten Sie das Verhalten. Besonders bei Freigänger-Katzen kann es durch die Begegnung mit anderen Katzen oder Wildtieren zu Befall kommen. Igel stellen z.B. eine ergiebige Flohquelle dar. Hektisches Kratzen oder Schlecken am Rücken oder beim Schwanzansatz sind Alarmsignale.

Je früher die Flöhe entdeckt werden, desto leichter sind sie zu bekämpfen. Kontrollieren Sie das Fell beim Bürsten. Am besten eignet sich dafür ein feiner Flohkamm. Gründliches Staubsaugen der Wohnung und die Reinigung des Schlafplatzes Ihres Tieres sind wichtige Vorsorgemaßnahmen.

Flohbefall ist auch ein Warnsignal. Ist das Tier geschwächt oder krank, wird es leichter von den lästigen Parasiten befallen.

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Schnell-Test auf Flöhe machen

Haben Sie einen Verdacht, so stellen Sie das Tier auf ein angefeuchtetes weißes Blatt Papier. Rubbeln Sie am Schwanzansatz oder zwischen den Schulterblättern mit den Fingern durchs Fell und achten Sie auf das, was herabfällt. Flöhe werden am besten über ihren Kot nachgewiesen. Kleine dunkle Brösel, die sich auf feuchtem Papier rötlich verfärben, deuten auf Flohbefall hin. Das im Flohkot enthaltene Blut wird so sichtbar.

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Behandlung vom Tierarzt bei Befall

Am besten mit einem Spot-On-Präparat entflohen. Über das aufgesaugte Blut werden die Flöhe abtötet. Achten Sie darauf, dass das Mittel nicht vom Tier abgeleckt werden kann. Dazu hat sich das Auftragen im Nacken bzw. zwischen den Schulterblättern bewährt.
Es gibt viele verschiedene Präparate. Alle enthalten Insektizide (meist Pyrethroide), die auch Ihr Tier beeinträchtigen können. Verwenden Sie z.B. keine Hundemittel für Katzen und umgekehrt. Nicht jedes Mittel wird von jedem Tier vertragen.

Fragen Sie Ihren Tierarzt und wählen Sie so die passende und schonendste Behandlung.
Bei Hunden gibt es auch Shampoos zur Behandlung des Fells.
Achtung: Katzen nie mit Permethrin haltigen Präparaten behandeln, denn dieser Stoff ist für sie giftig.

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Halsbänder und Hausmittel sind bedenklich

Flohhalsbänder für Hunde und Katzen sind sehr häufig im Einsatz. Bedenken Sie aber, dass damit Ihr Tier dauernd mit Insektengiften in Kontakt ist. Bei der Fellpflege werden diese Stoffe auch aufgenommen. Beim Spielen mit dem Tier oder Streicheln kommen auch Sie damit in Berührung. Oft werden zur Behandlung stark duftende ätherische Öle (Eukalyptus, Lavendel, Teebaum, Zitronen, Essig, Niemextrakt oder Knoblauch) vorgeschlagen. Bedenken Sie, dass Katzen und Hunde einen sehr viel stärker ausgeprägten Geruchssinn haben, als wir Menschen. Starke Düfte können das Haustier beeinträchtigen und manche Stoffe sind nicht gut verträglich.

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Immer Tier und Schlafplatz behandeln

Sind die Tiere behandelt, reinigen Sie unbedingt den Schlafplatz und die Lieblingsruheplätze Ihrer Vierbeiner. Es lebt nur ein Bruchteil der Flöhe am Tier. Die Meisten befinden sich am oder um den Hauptruheplatz der Haustiere und da werden auch die Eier abgelegt und Larven sowie Puppen der Flöhe finden sich hier.
Waschen Sie die Kuscheldecke oder Polster bei mindestens 60 °C. Alles was nicht waschbar ist gründlich absaugen oder mit Dampfreiniger säubern. Vergessen Sie Sofas, Teppichböden und die Fugen und Ritzen beim Fußboden nicht. Staubsaugerbeutel danach wegwerfen. Bei starkem Flohbefall am besten alle Gegenstände, die sich nur schwer oder gar nicht reinigen lassen, entsorgen.

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Auf Zimmeraquarien und die Gesundheit achten

Chemische Behandlung mit Umgebungssprays oder Verneblern sind zwar wirkungsvoll aber nicht unbedenklich. Beim Einsatz von pyrethroidhaltigen Flohmitteln stellen Sie sicher, dass Aquarien oder Terrarien gut abgedeckt sind oder ganz aus den Räumen entfernt werden. Diese Inhaltsstoffe sind stark giftig für Fische und wassergefährdend.
Insektizide sind Nervengifte, die sich am Fußboden, an Wänden, Vorhängen und Einrichtungsgegenständen niederschlagen und lange nach der Bekämpfung immer noch in der Raumluft nachzuweisen sind. Gängige Insektenmittel wirken wenig oder gar nicht auf die Eier und Larven. Mittel die Entwicklungshemmer enthalten, sind zielführender. Es wird die Häutung gestört und die Tiere können sich nicht zum erwachsenen Floh entwickeln.
 

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Flöhe sind Hungerkünstler

Jede Tierart hat ihre eigenen Parasiten. Ein Hundefloh ist z.B. viel größer als ein Katzenfloh, wählerisch hinsichtlich ihrer Blutmahlzeit sind die Tiere aber nicht. Flöhe saugen auch am Menschen. Die Bisse jucken und können sich durch Kratzen entzünden. Es kann durch den Speichel der Tiere zu allergischen Reaktionen, wie Hautausschlägen, kommen. Eine ernste Gesundheitsgefahr ist in Mitteleuropa selten.

Nach einer üppigen Blutmahlzeit können Flöhe wochenlang ohne Nahrung auskommen. Ihre Larven ernähren sich von organischem Material wie z.B. Hautschuppen, Haaren aus dem Umfeld ihrer Wirte. Nach der Verpuppung verharren die Dauerstadien solange, bis sie durch Körperwärme, Kohlendioxid der Atemluft und Erschütterung aktiviert werden. Deshalb ist ein Befall sogar nach Bezug länger leer stehender Wohnräume möglich.

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