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Ameisen

Foto: Ameisen © R. Gottwald-Hofer - eNu

Ameisenbefall vorbeugen

Speisereste oder benutztes Geschirr nicht offen stehen lassen, um die unerwünschten „Mitesser“ erst gar nicht anzulocken. Futterstellen von Haustieren sauber halten. Mistkübel, besonders den Biomüllbehälter, regelmäßig leeren und danach reinigen. Bewahren Sie Lebensmittel in gut schließenden Behältern auf. Damit verhindern Sie auch einen Befall mit Lebensmittelmotten.

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Ameiseninvasion sofort bekämpfen

Zu einem Massenauftreten von Ameisen kommt es oft plötzlich und unerwartet, häufig in der Nacht. Dann ist sofortiges Handeln wichtig. Entfernen Sie so viele Tiere wie möglich. Am besten mit dem Staubsauger und entsorgen Sie den Beutel danach. Der nächste Schritt ist das Herausfinden des Eintrittsortes. Das ist der schwierigste Teil der Bekämpfung, aber der wichtigste, um ein neuerliches Auftreten zu verhindern.

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Herausfinden, wo sie herkommen

Die schwierigste Aufgabe ist es, herauszufinden, wo der Ursprung des Befalls liegt. Einen akuten Ameisenbefall können Sie in den Griff bekommen, solange Sie aber den Eintrittsort bzw. Ursprung der Invasion nicht finden, wird das Problem immer wieder auftauchen.

Kontrollieren Sie Fensterlaibungen und Türstaffeln (von Außentüren) auf etwaige Risse oder feine Spalten. Hohe Sesselleisten verdecken oft Wanderwege vom Eintritts- zum Befallsort. Risse oder Spalten mit Gips bzw. Silikon verschließen.

Auch große Blumentöpfe, die nach der Überwinterung vom Garten oder Balkon in den Gang oder die Wohnung gestellt werden, können Ameisen beinhalten.

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Auch Einzeltiere entfernen

Einzelne herumkrabbelnde Ameisen haben die Funktion von Spähern. Sie sind auf der Suche nach Nahrung oder Unterschlupf. Für die übrigen Tiere legen sie Duftspuren, damit diese ihnen folgen können. Entfernen Sie deshalb einzeln herumwandernde Tiere sofort.

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Ameisenstraßen umleiten

Wenn Sie eine Ameisenstraße in unmittelbarer Nähe Ihrer Eingangstür entdecken, können Sie die Tiere mit Duftbarrieren umleiten. Entfernen Sie die herumkrabbelnden Ameisen (Besen, Staubsauger, …) und reinigen Sie die Stelle mit normaler Seifen- oder Spülmittellösung. Essigwasser erfüllt denselben Zweck. Damit entfernen Sie die Duftspur, die die Arbeiterinnen gelegt haben.

Um nachkommende Tiere abzuwehren, können Sie mit Zitronensaft oder ätherischen Ölen (Teebaum, Thymian, Lavendel, …) eine unsichtbare Barriere errichten. Auch stark riechende Gewürze (z.B. Zimt) eignen sich zur Abschreckung. Im Außenbereich darauf achten, dass die Geruchsbarriere regelmäßig erneuert wird.

Geheimtipp Kieselgur: Dieses feine Pulver (Siliziumdioxid) wirkt durch die scharfkantige, kristalline Struktur auf die Körperoberfläche der Ameisen. Wenn sie darüber krabbeln oder damit bedeckt werden, verletzen die Kristalle den Außenpanzer und die Tiere vertrocknen. Kieselgur ist für Menschen und Haustiere ungiftig. Die feinen Partikel sollten allerdings nicht eingeatmet werden, daher ist gezieltes, vorsichtiges Ausbringen nötig. Im Handel wird es auch als Diatomeenerde verkauft.

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Ohne Gift bekämpfen

Vermeiden Sie Insektenbekämpfungsmittel, besonders Sprays. Ameiseninvasionen finden häufig in Küche oder Vorratsräumen, wo Lebensmittel zu finden sind, statt. Hier keine Gifte einsetzen.

Zudem töten Sie nur die im Moment anwesenden Tiere. Die Königin produziert im Nest aber weiter Arbeiterinnen. Sprays sind besonders bedenklich, da sie das Insektengift fein in der Luft verteilen. Sie können die Stoffe selbst einatmen und der feine Nebel legt sich auf Oberflächen und wirkt noch lange nach der Bekämpfung nach. Einige Insektizide sind über mehrere Jahre im Hausstaub nachweisbar.

Zur Bekämpfung am Boden, in Spalten oder hinter Sesselleisten ist Kieslegurpulver gut geeignet. Das ungiftige Pulver verletzt durch seine kristalline Struktur die Außenhaut der Tiere und sie trocknen aus. Vorsicht beim Ausbringen, der feine Staub sollte nicht eingeatmet werden.

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Bei hartnäckigem Befall - Köderdosen statt Sprays verwenden

Ist die Quelle des Befalls nicht auszumachen oder unerreichbar in Boden oder Wandverschalung versteckt, können Köderdosen helfen.

Die Ameisen gelangen durch die Öffnungen in die Köderdosen, nehmen den Wirkstoff auf und transportieren ihn ins Nest. Dort verfüttern sie ihn an die Königin und auch an die Brut. Auf diese Weise wird der gesamte Staat erreicht. Die Öffnungen in der Köderdose sind groß genug für die Ameisen, aber so klein, dass Menschen oder Haustiere nicht an den Wirkstoff gelangen können.

Köderdosen mit dem natürlichen Wirkstoff Spinosad bevorzugen. Spinosad ist ein Wirkstoff, der von einem Bakterium produziert wird und auch im ökologischen Landbau zugelassen ist.

Die Dosen bei starkem Befall nach einiger Zeit erneuern. Nicht auf warme Flächen oder in die pralle Sonne stellen. Damit die Tiere den Lockstoff annehmen lohnt es sich, andere Nahrungsquellen zu entfernen.

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Ameisennester in Hausnähe umsiedeln

Befindet sich ein Ameisennest nahe am Haus, können Sie das Nest umsiedeln. Nehmen Sie einen alten Blumentopf aus Ton und füllen Sie ihn fest mit trockenen Pflanzenresten. Dann stülpen Sie ihn über den Eingang des alten Nests und warten einige Tage. Die Tiere nehmen das neue Zuhause oft an und können in einen ruhigen Gartenbereich getragen werden. Im Garten sind Ameisen nützliche Helfer und sollten nicht getötet werden.

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