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Swimmingpool pflegen

Foto: Swimmingpool und Schwimmbrille © eNu

Swimmingpool vorsichtig auswintern

Bei Temperaturen ab 15°C können Sie Ihren Pool für die nächste Badesaison vorbereiten. Achten Sie beim Abheben der Plane darauf, dass der obenliegende Schmutz nicht in das Becken fällt. Wenn sich über den Winter ein Schmutzrand gebildet hat, erhöhen Sie den Wasserspiegel und lassen Sie das Wasser einwirken. Am nächsten Tag kann der Schmutz mit Bürste oder Pad leicht entfernt werden.

Wände und Boden am besten während des Auslassens reinigen, damit nichts eintrocknet. Mechanische Reinigungsgeräte (Pads, Bürsten,...), Hochdruckreiniger oder Heißwasser – sofern es das Beckenmaterial zulässt – sind hilfreich und vor allem umweltfreundlicher als aggressive Reinigungsmittel.

Gegen Kalkablagerungen helfen leicht saure Reinigungsmittel, wie Essigreiniger oder Zitronensäure. Wände und Boden sollen sauber und glatt sein, bevor Sie das neue Wasser einfüllen.

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Nicht auf einmal befüllen

Die meisten PoolbesitzerInnen können die Badesaison kaum erwarten und befüllen an den ersten schönen Maitagen ihre Pools mit Leitungswasser. In Gemeinden mit vielen Swimmingpools kann es zu einer Gefährdung der Trinkwasserversorgung kommen, da mehr Wasser als üblich entnommen wird und die Gemeindebrunnen nicht ausreichend Wasser liefern können. Daher sollten Sie ihren Pool langsam auf mehrere Tage verteilt befüllen und die Gemeinde informieren, wann Sie das planen.

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  • Kira K., 28.04.2015, 14:33

    In meiner Gemeinde wird sogar in den Gemeindenachrichten darauf hingewiesen!

Schwimmbad sauber halten

Die wichtigste Hygienemaßnahme ist die Sauberkeit des Poolwassers. Blätter, Blüten, Insekten, Haare, Erde und Gras regelmäßig aus dem Wasser fischen. Je mehr Schmutz Sie mechanisch entfernen, umso weniger Chemikalien müssen Sie einsetzen.

Vor dem Baden duschen, das bereitet auch gleich den Kreislauf auf den Temperaturwechsel vor. Erst nach dem Schwimmen eincremen.

Reinigen Sie Ihre Füße von Verschmutzungen. Ein kleines Becken mit Wasser vor dem Einstieg hält Erde und Gras draußen.

Alle zwei Tage den Pool mit dem Kescher reinigen. Auch der Bodensauger sollte regelmäßig verwendet werden.

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Regelmäßig warten und reinigen

Durch eine richtig dimensionierte, gut funktionierende und regelmäßig gewartete Pool-Technik können Verschmutzungen weitgehend entfernt und damit der Einsatz von Chemikalien reduziert werden.

Die erste Stufe der Wasseraufbereitung ist die mechanische Wasserreinigung (Umwälzfilter, Flockung, Bodensauger, Kescher).

In der zweiten Stufe, der chemischen Wasserreinigung (Desinfektion / Oxidation) werden Keime zerstört und gelöste organische Stoffe abgebaut. Wenn die erste Stufe nicht gut arbeitet, weil sie z.B. falsch dimensioniert oder schlecht gewartet ist, wird die zweite Stufe behindert oder unterbunden.

Kartuschenfilter in der Pumpe regelmäßig wechseln. Sandfilter sollten einmal pro Woche rückgespült werden, um die Verschmutzungen zu entfernen.

Umwälzsysteme und Skimmer sollen mindestens 8 Stunden am Tag in Betrieb sein, um das Wasser etwa zweimal am Tag über den Filter laufen zu lassen.

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pH-Wert messen

Der pH-Wert ist der wichtigste Faktor und eine Orientierungshilfe im Balance-Akt zwischen zufriedenstellender Wasserqualität und sparsamer Chemikaliendosierung.

Der pH-Wert des Badewassers sollte nie unter 6,5 sinken, aber auch nicht über 7,8 steigen.

Das ideale Badewasser liegt also im Neutralbereich um pH 7. Wird der pH-Wert im optimalen Bereich gehalten, ist dies schon die beste Maßnahme gegen einen überhöhten Chemikalieneinsatz.

Messen Sie mindestens 1 x pro Woche - bei starker Benutzung öfters -  den pH-Wert.

Der pH-Wert kann mit Testkits bzw. -streifen (Fachhandel, Baumärkte, ...) händisch ermittelt werden. Es gibt auch automatische Mess- und Dosierstationen.

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Auf Produkte ohne Chlor zurückgreifen

Um das Wachstum unliebsamer Mikroorganismen zu verhindern, müssen Sie das Poolwasser desinfizieren. Die beliebten und einfach zu dosierenden Produkte auf Chlorbasis sind zwar bequem, sie können aber der Gesundheit schaden.

Sauerstoff-Präparate sind weniger gefährlich und besser umweltverträglich. Diese sind jedoch kurzlebig und müssen entsprechend häufig nachdosiert werden. Genaue Beobachtung, Messung (Sauerstoffgehalt im Becken und pH-Wert) und gegebenenfalls die Regulierung der Wasserqualität ist daher unerlässlich. Eine automatische pH-Regulierung ist hier zu empfehlen. Diese Mittel zeigen bei sachgemäßer Anwendung im Badewasser keine reizenden Nebenwirkungen.

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Flockungsmittel verwenden

Empfehlenswert sind die zur Flockung eingesetzten Metallsalze. Sie bewirken einen erhöhten Rückhalt von Schmutzstoffen im Filter und reduzieren den Bedarf an Desinfektionsmitteln. Metallsalze bewirken ein Zusammenklumpen der feinen Schmutzstoffe, sodass diese im Filter hängen bleiben und leichter entfernt werden können.

Für die optimale Wirkung der Flockungsmittel muss der pH-Wert des Wassers auf die jeweils eingesetzten Präparate abgestimmt werden. Der optimale Wert kann hier zwischen 6,5 und 7,4 variieren.

Flockungsmittel dürfen nicht bei jeder Filteranlage verwendet werden. Fragen Sie diesbezüglich beim Poolhersteller nach.

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Kein Kupfer- oder Ammoniumsulfat verwenden

Werden als kostengünstige Alternative für Chlorpräparate angeboten, haben aber keine Desinfektionswirkung. Sie können zu Schäden an der Pool-Technik und zu Verfärbungen führen. Weiters kann es zur Verfärbung von Haaren, Schwimmtextilien und Beckenwänden kommen. Außerdem wirkt Kupfer giftig auf Pflanzen und kann sich im Boden anreichern.

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Auf Mittel zur Algenbekämpfung verzichten

Durchaus verzichten kann man auch auf Mittel zur Algenbekämpfung (Algzide). Bei guter Durchströmung des Beckens, regelmäßiger Reinigung und optimierter Flockung ist ein algenfreier Betrieb auch ohne Algizide möglich.

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Der richtige Umgang mit Chemikalien

Viele Produkte, die zur Pflege des Schwimmbadwassers eingesetzt werden, enthalten gefährliche Chemikalien. Die Gebinde tragen daher oft Gefahrensymbole. Diese Stoffe sollten speziell gelagert und mit besonderer Sorgfalt gehandhabt werden. Erst wenn sie im Badewasser stark verdünnt werden, sind ihre gefährlichen Eigenschaften abgeschwächt.

Beachten Sie die Risikohinweise auf den Packungen. Durch die neue Chemikalienkennzeichnung finden Sie folgende Gefahrenhinweise auf den Verpackungen chlorhältiger Schwimmbadchemikalien:

  • H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken
  • H319 Verursacht schwere Augenreizung
  • H335 Kann die Atemwege reizen
  • H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung
  • EUH031 Entwickelt bei Berührung mit Säure giftige Gase

Lagern Sie nur soviel, wie Sie für eine Badesaison brauchen. Die Produkte haben ein Ablaufdatum. Danach können die Verpackungen brüchig werden und die Wirksamkeit der Produkte kann nachlassen.

Chemikalienreste zur Problemstoffsammelstelle bringen, leere Gebinde über den Hausmüll entsorgen. Mischen Sie keinesfalls Chemikalien untereinander. Es können gefährliche Reaktionen ausgelöst werden.

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Auf einen eigenen Pool verzichten.

Es ist wesentlich entspannter, wenn Fachleute die Wasserqualität herstellen (Schwimmbad), geselliger, wenn man nicht alleine baden geht, effizienter ein Schwimmbad zu betreiben. Es spart Strom und Chemikalien, Geld und Arbeit für den einzelnen.

Tipp von Yasmin Dorfstetter

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Schwimmteich - die ökologische Alternative

Die ökologisch sinnvollste (und billigste) Variante ist der Verzicht auf einen privaten Pool und die Nutzung öffentlicher Bäder. Bei öffentlichen Badeanstalten kann die Gabe von Chemikalien automatisiert von geschultem Personal durchgeführt werden, wodurch ein deutlich geringerer Verbrauch gewährleistet wird.

Ein Schwimmteich kommt ganz ohne Chemikalien aus und ist eine empfehlenswerte Alternative. Sie sind natürlichen Teichen nachempfunden und haben eine bepflanzte Regenerationszone, die das Wasser mit der Selbstreinigungskraft von natürlichen Gewässern sauber hält und eine Schwimmzone. Teilweise können auch bestehende Pools in einen Schwimmteich umgewandelt werden.

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Salzwasserpool auf Korrosion achten

Beim Salzwasserpool entfällt die Zugabe von Chlor, da dieses durch die Elektrolyse-Anlage aus dem Salz (NaCl) direkt gewonnen wird. Ganz ohne Chemie geht es aber doch nicht! Algizid und Ph-Wert-Senker werden auch beim Salzwasserpool benötigt.

Vorsicht besteht vor allem beim Nachrüsten eines bestehenden Pools zu einem Salzwasserpool. Wichtig ist, dass alle Teile am und im Pool salzwassergeeignet sind. Das heißt, alle metallenen unversiegelten Teile und Gegenstände müssen ausgetauscht werden, wie z.B. Leitern aus Metall, metallische Blenden an Zu- und Abläufen oder an der Poolbeleuchtung. Es ist anzuraten, beim Pumpenherstellen nachzufragen, ob die Wasserpumpe salzwasserfest ist.

Die Poolfolie und Einbauteile aus Kunststoff haben mit Salzwasser keinerlei Problem. Auch geflieste Becken sind in aller Regel salzwassergeeignet. Vorsicht ist bei Stahlwandbecken geboten. Hier kann es durch Salzwasser über die Zeit zur Korrosion kommen.

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