icon Bauen & Sanieren/ Gebäude

Putze für Außen und Innenbereich

Foto: Lehmputz, © J. Gansch, eNu

Putze unterscheiden

Es gibt viele unterschiedliche Putze. Diese lassen sich z.B. nach dem Bindemittel (Kalkputz, Kalkzementputz, Zementputz, Gipsputz, Lehmputz, Silikatputz und organischer bzw. Kunstharzputz), nach dem Ort der Mörtelproduktion (Werk-Trockenmörtel, Baustellenmörtel), nach der Verarbeitung (Handputz, Maschinenputz) oder nach der Funktion bzw. Auftragsstärke (Wärmedämmputz, Akustikputz, Sanierputz,) unterscheiden. 

Kommentare (0)

Auf ökologische Bauprodukte achten

Es gibt bei Baustoffen und Putzen geprüfte Produkte mit einem Gütesiegel. So können Sie z.B. Produkte mit dem österreichischen Umweltzeichen oder dem IBO Gütesiegel wählen. Auch das natureplus-Zeichen stellt hohe Anforderungen an den Umwelt- und Gesundheitsschutz. Das IBR-Prüfsiegel vom Institut für Baubiologie Rosenheim GmbH überprüft vor allem das Endprodukt auf Schadstoffe und Emissionsverhalten.

Viele Materialien und Produkte, die auf gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft wurden, erhalten das eco-Institut Prüfsiegel.

Kommentare (0)

Lehmputz für Innenbereiche

Lehm ist eines der ältesten Baumaterialien der Welt und in allen höher entwickelten Kulturen wurde er früh als Baustoff, Verputzmaterial und für Fußböden eingesetzt. Lehmputz, der heute wie andere Baustoffe in handelsüblichen Gebinden angeboten wird, besteht aus natürlichen Pflanzenfasern, Lehm und Quarzsand. Er reguliert die Raumluftfeuchte wie kein anderer Baustoff, ist nicht allergieauslösend und vielseitig einsetzbar. Auch die Ökobilanz ist vorzüglich, da es sich um einen heimischen Rohstoff handelt, der bei der Gewinnung und Aufbereitung wenig Energie erfordert.

Aus reinem Ton hergestellter Putz besitzt eine noch stärker ausgeprägte Fähigkeit die Luftfeuchtigkeit aufzunehmen, zu speichern und wieder an die Raumluft abzugeben.

Kommentare (0)

Kalkputz und Kalk-Zementputz für Innen- und Außenbereich

Kalk weist alkalische Eigenschaften (hoher pH-Wert) auf und wirkt dadurch antiseptisch. Der Putz wirkt schimmel- und algenresistent, was ihn besonders für den Einsatz in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie z.B. Küchen und Bäder empfehlenswert macht. Sie können zwischen reinem Kalkputz und Kalkzementputz wählen. Beide Putze sind rein mineralisch und diffusionsoffen, jedoch ist Kalkzementputz durch den Zementanteil druck- und abriebfester.
Reiner Zementputz wird vorwiegen als Außenputz im Sockelbereich und bei Kelleraußenwänden eingesetzt und ist gut wasserabweisend.

Kommentare (0)

Gips und Gipskalk für Innenbereiche

Gips ist ein in der Natur häufig vorkommendes Mineral und wie Lehm ein altes und bewährtes Baumaterial. Der Gipsputz zeichnet sich durch Schwindfreiheit und feuchtigkeitsregulierende Wirkung aus, darf aber eben wegen dieses Hygroskopieeffekts (= Wasserbindung aus der Luft) nur im normal belasteten Innenbereich, nicht aber für Nassräume, verwendet werden.

Kommentare (0)

Sanierputz für stark feuchtigkeitsbelastete Gebäudeteile

Diese Putze werden aufgrund der sehr geringen kapillaren Leitfähigkeit, der guten Wasserdampfdurchlässigkeit und des hohen Porenvolumens zur Instandsetzung von salz- und feuchtebelastetem Mauerwerk verwendet. Sowohl für Außenfassaden als auch Innenbereichen wie z.B. an Wandflächen mit starker Feuchtigkeitsbelastung (Keller, Waschküchen etc.) werden diese Putze eingesetzt. Sie sind aber nur zeitlich begrenzt wirksam. Das bedeutet, es sollten zusätzliche Maßnahmen, die das Eindringen der Feuchtigkeit auf Dauer verhindern, angewendet werden. Bei hoher aufsteigender Feuchtigkeit und anderen Quellen einer Mauerwerks-Durchnässung sind geeignete Maßnahmen zu treffen.

Kommentare (0)

Dämm- bzw. Wärmedämmputz für Innen- und Außenbereich

Im Außenbereich wird Dämmputz häufig als Grund- und Unterputz eingesetzt. Die wärmedämmende Wirkung (~Wärmeleitzahl λ = 0,10 W/mK) erhält der Dämmputz durch expandiertes Polystyrol oder Perlite, die als Leichtzuschlag beigemengt werden.

Kommentare (0)

Opferputz für extreme Wasserschäden

Der Putz ist ein Luftkalkputz, welcher hauptsächlich bei der Sanierung von Mauern eingesetzt wird um die z. B. nach einem Hochwasser oder allgemein bei einer Trockenlegung entstehenden bauschädlichen Salze aufzunehmen. Der Opferputz wird je nach Belastung nach 5 bis 10 Jahren abgeschlagen und durch einen anderen Putz ersetzt.

Kommentare (0)

Keine Tipps mehr verpassen!

Abonnieren Sie unseren RSS-Feed!
Was ist ein RSS-Feed?

Wir erweitern laufend unsere Themen

Auf unserer Website finden Sie derzeit eine kleine Auswahl an Themen. Wir werden diese monatlich ergänzen.

Haben Sie eine Idee für ein neues Thema oder einen neuen Tipp?

Melden Sie sich an und schicken Sie uns Ihre Vorschläge! Wir freuen uns sehr über Ihre Rückmeldung.