Foto: Gemeinsam gehen, © R. Gottwald-Hofer

Gehen ist die natürlichste, nachhaltigste und klimaschonendste Fortbewegungsart. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte jeder Mensch täglich 10.000 Schritte zu Fuß zurücklegen. Mit dem Weg zur Kaffeemaschine oder zum Kopierer geht sich das selten aus. Bauen Sie „Geh-Strecken“ in Ihren Alltag ein. Wenn möglich erledigen Sie Ihre täglichen Besorgungen zu Fuß oder mit dem Rad. Ein Schrittzähler hilft Ihnen bei der Kontrolle.

Zu Fuß Gehen schont die Umwelt

Unsere Füße sind auch ein wichtiges Transportmittel. Denn Gehen ist emissionsfrei, leise und benötigt wenig Platz. Die Österreicherinnen und Österreicher gehen jeden Tag im Schnitt 660 Meter zu Fuß und sparen so knapp 530.000 Tonnen Co2 pro Jahr. Dabei sind Freizeitaktivitäten noch gar nicht eingerechnet (Quelle: VCÖ). Interessant dabei ist, dass Frauen deutlich mehr zu Fuß gehen. Eine aktuelle Erhebung des VCÖ (auf Basis von Daten von Mobilitätserhebungen und des Umweltbundesamts) zeigt, dass der CO2 Ausstoß knapp 1,8 Millionen Tonnen geringer ausfallen würde, wenn Männer das selbe Mobilitätsverhalten zeigen würden wie Frauen.

Miteinander Gehen fördert die Kommunikation

Bewegung an der frischen Luft ist gesund und für alle Altersstufen gut geeignet. Anders als beim Radfahren können „Zu Fuß Gehende“ ohne Probleme miteinander sprechen. Beim Gehen trifft man Menschen, man kann plaudern und geht gemeinsam ein Stück des Weges. Zu Fuß gehen ist also nicht nur gesund und nachhaltig, sondern fördert auch das soziale Zusammenleben.

Herbst ist Wanderzeit

Wandern soll Spaß machen und bietet Bewegung und Entspannung in freier Natur. Beim Gehen in der Landschaft nehmen wir Umwelteinflüsse bewusster wahr. Das trägt zu unserem körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei. Wandern ist für alle Menschen, von Klein bis Groß möglich. Es gibt vom lockeren Spazierengehen über das Langstreckenwandern bis zum Bergwandern eine große Auswahl an Möglichkeiten unterwegs zu sein. Es eignet sich für unterschiedlich gut trainierten Menschen zur aktiven Erholung und zum Ausgleich.
Niederösterreich bietet dank seiner landschaftlichen Vielfalt für alle Wanderbegeisterten etwas. Das reicht von sanft geschwungenen Hügeln z.B. im nördlichen Weinviertels, den Mooren des Waldviertels oder den Donau-, March- und Thayaauen bis zu den Ötschergräben und dem reizvoll gewundenen Flusstal der Wachau. Viele Wanderwege sind bequem und umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Pilgern

Viele Wanderwegen werden auch als Pilgerwege genutzt. Menschen suchen im Gehen neben Erholung auch neue Sichtweisen und Lebenskraft, Orientierung und Gotteserfahrungen. In Österreich gibt es die alten Wege wie beispielsweise:

  • die Jakobswege – das sind in Österreich mehrere Strecken in NÖ und OÖ über Salzburg und Tirol nach Vorarlberg bzw von der Steiermark über Kärnten, Ost- und Südtirol nach Tirol
  • den Johannesweg im Oberösterreichischen Mühlviertel
  • die Via Sacra vom Süden Wiens nach Mariazell
  • den Wolfgangweg von Regensburg bis St. Wolfgang im Salzkammergut
  • den Josefweg von Altmünster am Traunsee durch den Naturpark Attersee – Traunsee und wieder zurück

Gemeinsam ist ihnen, dass sie drei Tagesetappen oder mehr umfassen und spirituelle Orte und Kraftplätze verbinden.

Links:

wir-leben-nachhaltig.at: Wandern und Nachhaltigkeit
VCÖ: Zu Fuß Gehen
„TUT GUT“: Wanderwege in Niederösterreich
Ausrtia Info: Wanderwege in Österreich
Pilgerwege: Pilgern in Österreich
Bericht der Europäischen Umweltagentur: Nationaler Radverkehrsplan
Hochschule Luzern: Nachhaltige Mobilität