Zeit für einen Fahrrad-Kettenwechsel

Foto: Fahrradkettenwechsel in der Küche, © B. Hildbrandt, eNu

Die Fahrradkette sorgt beim Radfahren dafür, dass die Muskelkraft beim Radeln auf das Antriebsrad übertragen wird. Sie ist neben der Belastung beim Treten und Schalten auch Schmutz und Feuchtigkeit ausgesetzt. Wenn Sie viel radeln, ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem die Kette gegen eine neue getauscht werden muss. Der rechtzeitige Kettenwechsel ist wichtig, da man mit einer verschlissenen Kette die Kettenblätter stärker als sonst abnutzt und im schlimmsten Fall eine sehr teure Reparatur ansteht. Doch woher weiß man als Laie, wann es soweit ist? Und kann man einen Kettenwechsel zuhause selbst durchführen?

Achtung beim Kettenkauf

Die richtige Kette muss zur jeweiligen Schaltung passen z.B.: eine 7-fach Schaltung. Auch bei der Länge der Kette muss man Acht geben. Meist ist die Standardlänge ausreichend, bei e-Bikes können auch längere Ketten erforderlich sein.

Die vier wichtigsten Schritte beim Kettentausch

Fahrradketten werden vor allem im Winter durch Streusalz besonders beansprucht. Beim gründlichen Reinigen und Fetten sollten Sie mit einer Kettenmesslehre überprüfen, ob die Kette schon zu sehr „gelängt“ ist.

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1. Prüfen der Kettenlänge

Die Messlehre ist ein kleines, kostengünstiges Werkzeug. Man kann damit ganz einfach und schnell überprüfen, ob die Kette wirklich getauscht werden muss. Hierzu muss man das Werkzeug einfach auf die Kette oben auflegen. Bei einer neuen Kette dringt die Kettenlehre nur mit der Spitze zwischen die Rollen ein, bei einer verschlissenen Kette, wie in diesem Fall, taucht sie komplett ein. die Kette hat sich zu sehr "gelängt" und muss getauscht werden.

2. Alte Kette entfernen

Zuerst müssen Sie die alte Kette entfernen, indem Sie das Kettenschloss öffnen. Es ist ein spezielles Glied der Kette, über welches sie sich einfach auf- und zumachen lässt. Das geht mit der Hand, allerdings sollte man dabei Handschuhe tragen. Danach muss die neue Kette auf das richtige Maß gekürzt werden. Das geht am einfachsten, wenn man die alte und neue Kette nebeneinander auf Zeitungspapier auflegt. Die neue Kette sollte nach der Kürzung inklusive Kettenschloss die gleiche Anzahl an Kettengliedern aufweisen, wie die alte.

3. Neue Kette anpassen

Zum Kürzen selbst benötigt man einen so genannten Kettennieter. Auch dieses kleine Werkzeug ist sehr kostengünstig und für den Kettenwechsel notwendig. Mit dem Kettennieter kann man einen Bolzen aus einem Kettenglied entfernen und so die Kette kürzen.

4. Kettenglieder verschließen 

Zum Schluss müssen Sie die gekürzte Kette mittels eines mitgelieferten Nietstiftes verschließen und die Kette auf die Ritzel aufbringen.

Jetzt sollten die nächsten 1.500 bis 3.000 Radkilometer wie geschmiert laufen!

 

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