Spielen im Freien

Foto: Kinder spielen mit Papierschiffchen am Bach, © famveldman; Oksana L – adobe.stock.com

Kennen Sie das? Ihre Wohnung sieht aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, überall liegen Spielsachen verteilt. Es wird höchste Zeit, dass die Temperaturen steigen und wir wieder vermehrt ins Grüne kommen mit dem Nachwuchs….immer drinnen sein, ist einfach stinklangweilig.

Viel Bewegung an der frischen Luft und draußen in der Natur tut unserer Gesundheit gut. Besonders (Klein-)Kinder haben noch den typischen unbändigen Bewegungsdrang und Spieltrieb. Diesen sollten wir unbedingt fördern, indem wir ihnen ausreichend Zeit und Möglichkeiten bieten. Kleinkinder lernen spielerisch ihre Bewegungen zu koordinieren, Körperbeherrschung zu entwickeln und erwerben beim Spiel nach und nach neue motorische Fähigkeiten.

Ab nach draußen

Besonders jetzt im Frühling packt uns wieder vermehrt die Lust Zeit in der Natur zu verbringen. Bei allen, die keinen Garten besitzen, stehen vielleicht vermehrt Ausflüge an oder Besuche in Parks und Grünanlagen. Viele Wohnhausanlagen bieten auch gemeinschaftlich nutzbare Grün- und Spielflächen. Häufig sind bereits fix montierte Spielgeräte und Sandkästen am Gelände vorhanden und die BewohnerInnen nehmen nur ihr eigenes Spielzeug mit.

Eine Möglichkeit um hier nachhaltiger und auch kostengünstiger unterwegs zu sein ist, qualitativ hochwertiges Spielzeug, Utensilien und eventuell fehlende Spielgeräte gemeinschaftlich anzuschaffen und zu nutzen. So haben gleich mehrere Kinder Freude daran und können gemeinsam damit spielen. Die Spielsachen werden so länger genutzt und auch wenn sich die Vorlieben der Kinder ändern, hat bestimmt noch jemand anderes Verwendung dafür. Hier lautet das Motto also „Teilen und nutzen statt besitzen!“.  

Spielplatz im eigenen Garten

Alle, die eine eigene Grünfläche haben, können mit wenigen Mitteln einen kindgerechten, naturnahen Spielplatz zuhause schaffen. Wählen Sie dazu nachhaltige Materialien, wie z.B. Holz und beziehen Sie natürliche Gegebenheit im Gelände mit ein. Neben einem Sandspielplatz sind Geräte wie Rutsche, Schaukel, Kletterturm und Co beliebt. Achten Sie dabei auf robuste und auf Sicherheit geprüfte Geräte. Auch bei selbst gebauten Spieltürmen und Gerüsten sollten Sie baulich-technische Normen einhalten und regelmäßig Kontrollen und Pflege- bzw. Reparaturmaßnahmen durchführen.

Augen auf beim Spielzeugkauf

Generell gilt beim Spielzeugkauf: Achten Sie auf Nachhaltigkeit und Sicherheit. Robustes Material und Reparierfähigkeit sind von Vorteil. Gütesiegel wie z.B. Spiel Gut und das „GS“-Zeichen (geprüfte Sicherheit) helfen bei der Auswahl.

Unser Tipp: Second Hand Spielzeug ist eine gute Alternative. Es wird länger genutzt, bereitet vielen Kindern Freude und spart noch dazu wertvolle Ressourcen. Es gibt mittlerweile auch viele Gelegenheiten Spielzeug zu teilen oder zu tauschen.

Das bringt mehr Nachhaltigkeit beim Spielen:

  • Achten Sie beim Spielzeugkauf auf schadstofffreie Produkte mit entsprechender Kennzeichnung und Spiel gut-Siegel.
  • Alternativen zu Plastik-Sandspielzeug sind Schaufeln, Rechen, Kübel, Sandspielförmchen aus Holz, Metall, Silikon und Naturkautschuk.
  • Wählen Sie für Sandkisten Modelle aus Holz oder legen Sie einfach einen Sandspielplatz mit Holzbalken an.
  • Wählen Sie stabile und sichere Holzgerüste mit TÜV-Gütesiegel bei Rutschen, Schaukeln und Co.
  • Bei selbst gebauten Spielgeräten baulich-technische Normen für die Errichtung der Spielplatzausstattung einhalten.
  • Geräte regelmäßig auf Schadhaftigkeit überprüfen bzw. Holzteile erneuern.  

Was es an weiteren Informationen zum Thema gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Kreative Ideen zum Selbermachen

Eine Spielküche für Balkon oder Garten selber bauen, wie es geht und was Sie dazu brauchen, lesen Sie nach in unserem Blog!
DIY-Idee: Nachhaltige Outdoor Spielküche

Unser Tipp für Kinder: Wie riecht der Frühling?

Entdecke die verschiedenen Düfte des Frühlings. Bunte Blumen, frische Kräuter oder feuchtes Laub haben einen charakteristischen Geruch. Ein Riechspiel ist gut geeignet, um unseren Geruchssinn zu schulen und den Frühling zu spüren.

Dazu nehmen Sie mehrere Schachteln und schneiden jeweils ein kleines Loch in den Deckel - groß genug, um die Nase hinein zu stecken. Die Schachteln mit Naturmaterialien füllen, die einen charakteristischen Geruch aufweisen, wie z.B. Veilchen, Kräuter, Bärlauch aber auch Walderde. Nun riechen die MitspielerInnen an den Schachteln und versuchen durch den Geruch den Inhalt erkennen.

Hinweis: Fragen Sie vor Beginn des Spiels die MitspielerInnen, ob es Allergien gibt.

Hier finden Sie weitere Basteltipps für den Frühling!

Folgen Sie unserem Jahresschwerpunkt „Nachhaltige Familie“. Wir geben viele Tipps und praktische Ideen, wie Sie Ihren Lebensalltag in der Familie und Ihr Zuhause ein Stück weit nachhaltiger gestalten können - jeden Tag und gemeinsam!
Nächstes Monat: Mobil sein mit Kindern

Links:

wir-leben-nachhaltig.at: Jahresschwerpunkt Nachhaltige Familie

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