SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie

Foto: Logo SDG 7, © UN & eNu

Die SDGs (Sustainable Development Goals) wurden 2015 von den Vereinten Nationen (193 Mitgliedsstaaten) in der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ als Fortführung der MDGs (Millennium Development Goals) beschlossen. Die 17 Ziele sollen zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Welt beitragen.
Wir-leben-nachhaltig möchte auf diese globalen Probleme aufmerksam machen, interessante Informationen darstellen und zeigen, welche Möglichkeiten jede/r hat, um mit kleinen Aktionen zur Zielerreichung beizutragen. Zu diesem Zweck stellen wir monatlich eines der 17 Ziele vor. Diesmal an der Reihe:

SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.

100 % erneuerbarer Strom in Niederösterreich!

Dieses Etappenziel wurde bereits im November 2015 erreicht. Seit diesem Zeitpunkt ist die Kapazität der in NÖ befindlichen Stromerzeugungsanlagen groß genug um 100 Prozent des in NÖ an EndverbraucherInnen abgegebenen Stromes erzeugen zu können.
Niederösterreich ist hier Vorreiter! Global betrachtet, ist nicht nur der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien deutlich geringer, sondern fast 15 % der Weltbevölkerung haben überhaupt keinen Zugang zu Strom.
In der Agenda 2030 sind deshalb folgende Unterziele verankert:

  • Zugang zu bezahlbaren, verlässlichen und modernen Energiedienstleistungen sichern
  • Anteil erneuerbarer Energie deutlich erhöhen
  • Weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln
  • Investitionen in Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien fördern
  • Zugang zu Forschung und Technologie im Bereich saubere Energie erleichtern

Bisherige Entwicklung

Nicht nur in NÖ steigt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien stetig. Weltweit hat sich der Anteil an Wind- und Solarenergie am Gesamtenergieverbrauch von 2010 bis 2014 verdoppelt. Trotzdem ist lt. Indikatoren-Website der UN der Gesamtanteil an Energie aus erneuerbaren Quellen im selben Zeitraum nur moderat von 17,5 % auf 18,3 % gestiegen.

Während es dabei im Strombereich einen deutlichen Anstieg von 19,6 % auf 22,3 % gegeben hat, ist der Anteil an erneuerbarer Energie im Wärmebereich nur um 0,6 % auf 26,3 % und der Anteil im Transportsektor um 0,5 % auf sehr geringe 2,8 % gestiegen.

Es gibt aber weltweit auch sehr viele Menschen, die gar keinen Zugang zu Strom haben. Während in urbanen Regionen ca. 96 % über eine Stromquelle verfügen, sind es in ländlichen Regionen nur 73 %. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass in Summe über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu Strom und somit weder Kühlschrank, Radio, Computer oder Handy zur Verfügung haben.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie meist über offenem Feuer kochen, wodurch es zu starker Luftverschmutzung im Haushalt kommt. Die gesundheitlichen Folgen reichen von schweren Erkrankungen bis hin zu Todesfällen.

WIR TUN WAS

Sabrina Peer, 23 Jahre, Studentin an der Universität für Bodenkultur, Bachelorstudiengang Umwelt- und Bioressourcenmanagement
"Voller Hoffnung und Euphorie habe ich auf der Uni von den SDGs gehört, darüber gelesen und viel darüber gesprochen. Durch die Einigung der Vereinten Nationen auf 17 gemeinsame Ziele, die nicht nur die Menschen und deren Wohlstand sondern auch unseren Planeten betreffen, kann ich daran glauben, dass sich ja doch etwas ändern kann.

Ich finde, dass die Ziele vor allem auch Bewusstsein schaffen und aufzeigen, wo wir anfangen müssen, etwas zu verändern, um für nächste Generationen ein gutes Leben sicherstellen zu können. Dass sich unter den 17 Zielen ein Ziel bezogen auf den Energieverbrauch befindet, welches sich nicht nur darauf stützt, dass Energie für jeden zugänglich sein soll, sondern auch, dass sie sauber und nachhaltig produziert wird, finde ich sehr gut.

Keine Energieversorgung zu haben, wirkt sich nämlich nicht nur auf die Lebensqualität der Menschen im Allgemeinen, sondern auch auf die Gesundheit und die Bildung aus. Auch der Verbrauch der fossilen Rohstoffe und die damit einhergehenden ökologischen Folgen sind verheerend. Wir müssen anfangen umzudenken, um allen einen Zugang zu Energie zu verschaffen, welche natürlich auch sauber und fair sein sollte.

Es gibt mittlerweile schon so viele Möglichkeiten, Energie zu gewinnen ohne dadurch die Umwelt oder unsere Mitmenschen zu gefährden. Im Endeffekt kann auch jeder selbst etwas dazu beitragen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Sei es nun der Versuch, Energie zu sparen indem alle Lichter & Geräte immer abgedreht werden, wenn sie nicht benötigt werden,  die Umwelt zu schützen, indem nur regionale Produkte gekauft werden, oder häufiger öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Es gibt viele kleine Dinge, die ich tue und alle anderen tun können, um unsere Erde zu schützen und auch einige der 17 Ziele im eigenen Lebensstil umzusetzen."

Was kann ICH tun?

Tipps, wie Sie zur Erreichung des Zieles „Bezahlbare und saubere Energie“ beitragen können finden Sie im wir-leben-nachhaltig.blog.

Quellen & Links:

eNu: 100 % erneuerbarer Strom in NÖ
UN: Indikatoren-Website der UN
Statistik Austria: Wie geht’s Österreich? Kurzfassung und Sonderkapitel UN Agenda 2030, 2017

Weiterführende Informationen:

wir-leben-nachhaltig: SDGs - Sustainable Development Goals
Energiebewegung Niederösterreich

 

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